3 Alternativen zu weißem Zucker und was du unbedingt über sie wissen solltest.

Die  „Weg-mit-dem-weißen-Zucker-Challenge“ ist in vollem Gange. Kurzer Lagebericht am Tag 4 von mir.

Es macht Spaß, belastet in keinster Weise und die einzige Entbehrung, war ein klitzekleiner Kleks Senf, welchen ich sonntags gern auf mein Frühstücksei mache. Auf den habe ich verzichtet. Meine Herrschaften, was für eine Anstrengung ….. !

Und ja. Natürlich habe ich mal darüber nachgedacht, etwas Schokolade am Abend zu naschen. Doch als ich etwas genauer hinfühlte, merkte ich, dass ich eigentlich gar keine Schokolade brauche. Der pure Genuss und die Gemütlichkeit, welche sich daraus ergibt, waren das einzige Gefühl, welches es zu stillen galt.  Dazu haben jedoch auch wenige Maronen und ein heißes Getränk ausgereicht.

Im Folgenden möchte ich Dir nun zunächst Alternativen zu Industriezucker nennen.

Weiter unten erfährst Du dann, ob es wirklich Alternativen sind, wie Du sie am besten einsetzt und was Du dabei beachten solltest.

Es geht los:

  1. Stevia
  2. Honig
  3. Agavendicksaft

Lies weiter, denn nun wird es aus meiner Sicht echt spannend. Wo kommen diese Alternativen eigentlich her?

Stevia ist mittlerweile ziemlich populär. Stevia ist der, würde ich mal sagen, Rufname für einen Süßstoff, welchen man aus einer ursprünglich aus Südamerika stammenden Staude gewinnt. Der interessante Inhaltsstoff ist hierbei Steviolglycosid. Dieser wird durch Waschung mit Kalk, Aluminiumsalzen oder Phosphor aus den Blättern gewonnen.  Und da ist schon der minimale Haken. Immer mal wieder wird darüber diskutiert, ob diese Stoffe nun tatsächlich zum Extrahieren benutzt werden und wie sie sich letztendlich bei uns auswirken.

Grundlegend jedoch besitzt Stevia keinerlei Kalorie, was natürlich großartig ist. Kurzum. Stevia gibt es in Tropfenform, Tabletten, als Blätter und als Pulver. All diese Dinge kann man wahlweise in Getränke, Desserts oder auch zum Kochen und Backen verwenden. Knallsüss kann ich dazu nur sagen. Der Süssungseffekt liegt um ein Vielfaches höher als bei reinem Zucker.

Ich habe es mal ausprobiert, muss aber ehrlich gestehen, dass Stevia nicht zur Standardausstattung in meinem Haushalt gehört. Nicht weil ich Stevia nicht mag, sondern weil ich generell nicht so viel Zucker beim Kochen verwende und damit nicht so viel Dringlichkeit besteht.  Stutzig haben mich Inhaltsstoffe auf den Tabletten gemacht. Da ist von Sorbit und Lactose die Rede. Auch wieder bloß Zucker.  Kaufen würde ich deshalb die Reinform – das heißt die getrockneten Blätter.

2. Honig

Honig ist toll. Honig ist ein regionales natürliches Produkt und wird seit Menschengedenken als Süßungs- und auch Heilmittel benutzt. Und klar, er besteht zu einem riesengroßen Anteil aus Zucker. Doch dieser Zucker wird in einem natürlichen Prozess von den Bienen aus verschiedenen Blüten gewonnen, mühevoll transportiert und reift in einem ausgeklügeltem System.

Immer dann, wenn ich es etwas süßer möchte – benutze ich in der Regel Honig. Wichtig ist mir zu erwähnen, dass beim Erhitzen von Honig, wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen. Also am besten nicht erhitzen.

Doch Achtung. Für Kinder unter einem Jahr empfiehlt das Robert-Koch Institut, Honig komplett zu vermeiden. Diese Empfehlung wird auf einen Errger namens „Clostridium botulinum“ zurückgeführt. Dieser Erreger setzt das sehr gefährliche „Botulinumtoxin frei.

Zum Kauf von hochwertigem naturbelassenem Honig empfehle ich absolut den Gang zum ortsansässigen Imker.

3. Agavendicksaft

Nunja. Die Gemüter kochen hoch, schaut man sich ein wenig zu diesem Thema im Internet um. Ich vertrete immer die Meinung, Lebensmittel sollten so natürlich wie möglich sein. Es ist richtig, das Agavendicksaft aus einer Pflanze, wer hätte das gedacht, aus der Agave, gewonnen wird.

Doch wo ist der Haken? Zu einem großen Teil besteht Agavendicksaft aus Fructose. In Untersuchungen (Bundesinstitut für Risikobewertung) hat man herausgefunden, dass Fructose einerseits die Einlagerung von Fett in der Leber verstärkt und letztendlich zu einer gesundheitlichen Erscheinung führt, die man das metabolische Syndrom nennt. Das metabolische Syndrom gilt als DER Risikofaktor für Herz-Kreislauf Erkrankungen.

Das ist dramatisch aus meiner Sicht.

Im Glaube, den gemeinhin als böse bezeichneten weißen Zucker zu meiden, verwenden bereits heute viele Leute Agavendicksaft in großem Stil. Ein sauber aufgedrucktes Biolabel setzt dem Ganzen noch irgendwie die Krone auf. Es ist also nicht alles gesund, was Bio ist. Ganz klar – weg mit dem Zeug, es ist im Grunde noch schädlicher als der eigentliche weiße Zucker.

Was tun im Kampf gegen zu viel Zuckergenuss?

Auch wenn wir die nächsten 3 Wochen komplett auf Zucker verzichten, fasse ich hier nun noch einmal meine wichtigsten Hinweise für eine grundlegende Umstellung zusammen.

  • nur den maximal nötigen Zucker oder jeweiligen Ersatzstoff verwenden. Das heißt die generelle Grundmenge Stück für Stück reduzieren.
  • aus meiner Sicht ist Honig die beste Alternative
  • Früchte und Trockenfrüchte zum Süßen benutzen
  • Prokukte meiden, denen industriell gefertigter Zucker zugefügt wurde

Und nun zum Schluss interessiert mich natürlich, welche Einstellung zum Zucker du hast und mit welche Alternative Du am Liebsten benutzt. Hinterlasse gern einen Kommentar.

 

 

 

 

 

 

 

 

2 thoughts on “3 Alternativen zu weißem Zucker und was du unbedingt über sie wissen solltest.

  1. Eine weitere Alternative ist Zuckerrübensirup, den ich sehr gern verwende. Auch Industriezucker ensteht ja daraus, aber der Sirup ist noch naturbelassene Süße. Allerdings ist der Sirup etwas herber und malziger im Geschmack und daher z.B. nicht für Tee geeignet.

    • Hallo Maika. Das klingt spannend. Jeder hat ja so seine Lieblingsprodukte. Ich habe den auch gern gegessen, doch im Rahmen der Recherche für mich nun leider eher aussortiert. Warum? Die Rübe wird in einem aufwendigen Prozess unter anderem durch mehrmaliges Kochen zu diesem Sirup verwandelt. Mehrmaliges Kochen jedoch zerstört einfach viele Vitamine und Mineralstoffe. Damit wird ein tolles Nahrungsmittel, nämlich die Rübe ganz schön abgewertet. Ich denke jedoch, wenn man es nicht übertreibt – ist es völlig in Ordnung eben auch Zuckerrübensirup mal zu essen. Herzliche Grüße Sandra

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