Das Fazit nach 3 Wochen Zucker-Challenge

Grandios …. Ich bin total zufrieden, denn wir haben wirklich viel über Zucker geredet und ich denke, wenigstens in den Köpfen hat sich ein klein wenig bewegt. Danke für die Offenheit und das Interesse.20150112_110618

Ja und so hier und da habe ich auch von Mitstreitern gehört. Über Eure Erfahrungen würde ich mich in einem Kommentar unter dem Text natürlich total freuen.

3 Wochen sind vorbei und pünktlich zum Ende der „Weg-mit-dem-weißen-Zucker-Challenge“ habe ich eine Verabredung zum Brunchen. Das trifft sich sehr gut, denn ich möchte ehrlich sein – ich habe Lust einfach unbedarft zu essen.

Doch fasse ich die Wirkung der Challenge mal kurz zusammen.

Prinzipiell ist es mir total leicht gefallen, absolut keinen Industriezucker oder Nahrungsmittel mit versteckten Zuckerformen zu meiden. Ich habe festgestellt, dass meine grundlegende Ernährung auch vorher nicht abhängig von Zucker war.

Auf was musste ich denn nun genau verzichten?

Wie ich schon schrieb, der kleine Kleks Senf auf dem Frühstücksei fiel weg. Was für eine Entbehrung. Haha. Dann noch die eh selten verwendete Marmelade beim Frühstück. Auch nicht tragisch, denn Honig war erlaubt, doch auch mit diesem bin ich sparsam umgegangen. Und der Schokocroissant, der so ab und an frecherweise in meinem Einkaufsbeutel landet. Leider musste ich auch einmal meine Schwiegermutter in spe enttäuschen, denn den „Mitbringselkuchen“ habe ich abgelehnt dafür ein mit Lachen versehenes Kopfschütteln geerntet.  Das gepflegte Stück Schokolade am Abend musste auch weichen. Gepflegt heißt bei mir ab und an und darauf konnte ich ebenso mehr als gut verzichten.

Bin ich dennoch schwach geworden?

Ja ich bin.

Womit?  Das wirst DU kaum glauben.

Mit einer sauren Gurke aus dem Glas. Man war die süß, denn die Rezeptur oh staun, enthält Zucker. Ich habe sie trotzdem gegessen. Hatte Lust auf sauer. Ist die Challenge damit verloren? Ich denke nicht.

Was hat mich am meisten beeindruckt?

Am meisten habe ich über meinen gnadenlosen Hunger in der ersten Woche gestaunt. Mir ist jetzt mehr als klar, wie sehr ich mich und meinen Körper mit einem Bissen vom Schokocroissant mal eben zwischendurch selbst veralbere. Der verhängnisvolle Kreislauf vom kurzen Aufpeitschen des Blutzuckers und der prompt darauf folgende Abfall desselben wird durch einen Happen immer wieder hervorgerufen.

Nach ein paar Tagen hatte sich alles erledigt und der Körper war mit regelmäßigen vollwertigen Mahlzeiten komplett zufrieden. Ich hatte weder Lust noch Verlangen auf irgendeinen Süßkram. Auch die generelle Nahrungsmenge hat sich wieder normalisiert und das Hungergefühl war weder so extrem noch kam es so schnell und überraschend wie am Anfang.

Was mir in dieser Zeit noch mal richtig bewusst geworden ist, wie viel Zucker eigentlich in fast jedem Nahrungsmittel steckt. Das macht es mir noch leichter, wirklich so einige Regalreihen im Supermarkt komplett links liegen zu lassen.

Und warum hat sich die Challenge für mich nun gelohnt?

  • noch mehr Bewusstsein zum Thema Zucker in Nahrungsmitteln
  • ich weiß jetzt, dass es auch ohne Industriezucker geht und es geht sogar leicht
  • Ersparnis von Zeit und Geld beim Einkaufen
  • mir ist noch mal klarer geworden, dass wir Endverbraucher auch mutwillig zu unserem gesundheitlichen Nachteil getäuscht werden
  • es ist ein tolles Gefühl zu spüren, das man scheinbar notwendigen Dingen ohne weiteres widerstehen kann
  • mehr Vitalität
  • bessere Verdauung (ja auch darüber muss man mal sprechen)
  • meine Haut ist ein klein wenig weicher und glatter
  • es ist ein tolles Gefühl für mich, dass dieses Thema so viele bewegt hat
  • eine neue Erkenntnis in Bezug auf Alternativen – mir war vorher nicht klar, dass Agavendicksaft auch nicht unbedingt die gute Alternative ist

Abschließend kann ich nur noch einmal wiederholen, dass es einfach wichtig ist, immer und immer wieder zu prüfen, was wir unserem Körper da so Tag für Tag zumuten. Immer wieder wird sich die kleine süße Sünde einschleichen. Das darf sie auch, denn auch das macht Spaß und lässt uns und unsere Seele mal kurz lachen. Doch die grundlegende Ernährung sollte aus meiner Sicht weitestgehend ohne Industriezucker beschaffen sein.

Wie ging es Dir mit diesem Thema. Schreib mir und den anderen dazu gern einen Kommentar.

 

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