Gesundheitstipp 33/51: Sich Raum gönnen

Raum für sich

Raum für sich

Dieser Gesundheitstipp könnte auch dich betreffen, denn gefühlt formuliert in meiner Praxis jeder Zweite das Bedürfnis nach etwas mehr Raum. Dabei sind die Bereiche, die von diesem Thema ergriffen werden, ganz unterschiedlich. Schau doch mal, ob mehr Raum auch für dich hilfreich sein könnte und wenn ja, in welchem Bereich.

Der erste wichtige Punkt ist der Faktor Zeit. Die Menschen wünschen sich schlicht und ergreifend etwas Zeit für sich allein. Also Zeitraum. Zeiträume. Zeit einfach mal für sich, weg von der allgemeinen Dauerbeanspruchung durch andere. Das ist gar nicht so leicht. Denn wir Menschen leben in Gemeinschaften und Gesellschaft bringt gewisse Verpflichtungen mit sich. Gar nicht so leicht, sich da so ab und an mal rauszueisen. Trau dich einfach. Immer wieder staune ich, wie eng so mancher Terminplan gesteckt ist und wen es da alles zu treffen gibt. Ganz zu schweigen von, was es da alles durchzuhecheln gibt. Wenn es Spass macht, dann ist das wunderbar. Wenn aber das Gehirn vor lauter Reizflut so gar nicht mehr abschalten kann, lohnt es sich zu schauen, wo mehr zeitlicher Freiraum entstehen kann.

Der nächste wichtige Punkt ist der Wohn- und Lebensraum. Hast du genug Raum um kreativ, sicher und entspannt zu leben? Hast du Orte in deiner Wohnung, deinem Haus oder Garten, wo du dich wirklich entspannen und runterkommen kannst? Sehr gut. Wenn nein, dann versuche dir genau solche Bereiche zu kreieren. Und sei es, dass der Esstisch frei bleibt von Spielzeug, um nur mal ein Beispiel in der Endlosigkeit der möglichen Beispiele zu nennen. Dein Körper, dein Geist braucht Rückzugsorte um in Verarbeitungsprozesse und auch Entwicklungsprozesse gehen zu könnnen. Jeder Körper und jeder Geist braucht das. Sorge für dich und suche dir diese Räume.

Und noch ein wichtiger Punkt für mich sind die konzentrativen Arbeitsäume. Hast du ein Arbeitsumfeld, was dir genug Raum gibt, deine Arbeit in Ruhe zu machen? Oder stört da was? Trau dich ruhig, das Störende zu benennen und versuche es irgendwie umzuwandeln. Das ist nicht immer ganz leicht, denn man kann ja nun nicht alle Mitarbeiter aus dem Großraumbüro verbannen. Aber du kannst dann vielleicht versuchen, deinen Arbeitsplatz so auszurichten oder zu benutzen, dass du am wenigsten gestört bist. Manchmal braucht es bloss das Öffnen oder Schließen einer Tür, das Drehen eines Tisches oder oder oder. Suche so lange, bis du merkst, dass du deine Arbeit optimal ausführen kannst. Mal ein Beispiel aus meiner Praxis. Um hineinzukommen muss man klingeln. Steht man draußen, mag das erst mal befremdlich sein. Man muss ein klein wenig warten, bis man dann reinkommt. Ist man jedoch zur Behandlung drinnen – bekommt man ungebremste Aufmerksamkeit, weil ich eben nicht alle Nase lang schauen muss, wer im Flur trippelt. Ich habe mir diese Situation bewußt so gestaltet, weil es für mich und meine Arbeit einfach mehr Ruhe und damit bei mir mehr Auffassungsgabe bringt.

Welcher Raum ist dir der Wichtigste? Bieten dir diese drei Bereiche in deinem Leben genug Raum?

Dieser Artikel ist Teil einer wöchentlich erscheinenden Artikelserie. Der nächste Gesundheitstipp erscheint in einer Woche. Schau gern wieder vorbei.

 

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