Gesundheitstipp 38/51: digitales Fasten

digitales Fasten

digitales Fasten

Im Yoga nennen wir es Pratyahara. Neudeutsch nennen wir es digitales Fasten. Lernen wollen wir, die Sinne zurückziehen. Eintreffende Reize soweit reduzieren, dass das Gehirn mit der Verarbeitung hinterherkommt. Genau diesem Thema widme ich den Gesundheitstipp dieser Woche.

Denn kennst du das nicht auch? Jemand sagt was und du bekommst nur die Hälfte mit? Oder das Radio läuft, die Waschmaschine brummt und nebenbei bemerkst du, dass telefonieren echt anstrengend wird? Am meisten spürst du den sogenannten Overload wahrscheinlich abends. Denn dann, wenn du das Licht gelöscht hast und eigentlich gemütlich schlafen willst, fangen die Gedanken an zu sausen. Jetzt, wenn die Außenreize weitesgehend enden, beginnt das Gehirn alle eingetroffenen Informationen zu sortieren. Das kann schon mal die Nacht über andauern. Ergebnis ist dann nicht selten eine Einschlaf- oder Durchschlafstörung. Am nächsten Morgen kommt die üble Rechnung. Konzentrationsstörung, Müdigkeit, Gereiztheit und zu guter Letzt keine Lust mehr, sich motiviert dem Tagewerk zu widmen.

Wenn dir das also bekannt vorkommt, dass abends die Gedanken schwer oder gar nicht zur Ruhe kommen, dann könnte dieser Gesundheitstipp für dich von Nutzen sein.

Faste doch einfach mal digital. Schalte konsequent das Handy aus. Und sei es nur für eine Stunde. Gern natürlich mehr. Wichtig finde ich, sich bewusst für die Nichtbenutzung zu entscheiden. Gar nicht so leicht, oder? Reduziere Internetzeiten auf das nur unbedingt nötige Maß und konsumiere nur soviel Fernsehen, wie du absolut zum Überleben brauchst. Könnte also sein, der Fernseher bleibt paar Tage aus. Geht das?

Zunächst geht es also darum, Reizquellen zu reduzieren um grundlegend im Wohlgefühl und vor allem in der Aufmerksamkeit der Realität zu verbleiben. Der tiefere Sinn hinter dem Zurückziehen der Sinne liegt im Erlernen einer noch sensibleren Wahrnehmung der Dinge. Das geht jedoch nur, wenn das Gehirn regelmäßig lohnende Pausen bekommt.

Letztendlich beweist sich auch hier wieder der vielzitierte Spruch, dass weniger (Handynutzung) mehr Nutzen (Leistungseffizienz) bringen kann, jedoch ohne, dass der Mensch unentwegt an seine Grenzen stoßen muss.

Dieser Gesundheitstipp dient als Gedankenanstoß und ist Teil einer wöchentlich erscheinenden Beitragsserie. Der nächste Gesundheitstipp erscheint in einer Woche. Schau gern wieder rein.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.