Gesundheitstipp: weniger ärgern.

IMG_7389Mit dem ersten Advent beginnt ja doch bei den meisten ein Stück weit die Zeit der Einkehr. Auch wenn sich mittlerweile schon viele dem materiellen Fest entsagen, neigt sich das Jahr dem Ende zu und einige Dinge dürfen überdacht, beschlossen oder auch beendet werden.

In dieser Woche würde ich Dich einladen wollen, dich einfach von jeglichem Ärger loszusagen. Ganz gleich, ob du einen eigenen Ärger in dir trägst oder ob dir jemand begegnet, der seinen Ärger bei dir entlädt. In meiner Anschauung ist Ärger einfach nur eine Menge Ladung, die sich in einem Nervensystem angesammelt hat. Und irgendwann kommt das kleine i-Tüpfelchen und das Pulverfass explodiert. Das ist grundlegend nicht verwerflich, Ärger ist eine Gefühlqualität, die zum Leben genauso dazugehört wie Freude oder auch Trauer.

Und dennoch macht es für mich einen großen Unterschied auf welche Art und Weise sich solch ein Gefühl den Weg nach außen sucht. Sicherlich lässt sich ein Pulverfass nicht von heute auf morgen auf sanfte Art entladen aber ein Vorsatz oder der Wunsch einer Veränderung ist ja doch schon mal sehr hilfreich und der erste Schritt zum Wandel.

Es lohnt sich darüber nachzudenken. Denn Ärger macht eng, bremst aus und nimmt mir zumindest meine geistige Flexibilität. Alles dreht sich dann nur noch um das eine oder die vielen Ärgerthemen. Die weite Sicht ist getrübt. Wie traurig eigentlich, denn besonders die Adventszeit birgt doch auch viel Potential für Licht und Liebe. Doch vielleicht sind es eben genau diese Gegensätze, die jetzt am Ende des Jahres noch mal richtig deutlich werden und sich einen Weg oder ein Podest suchen.

Irgendwie empfinde ich Ärger wie eine unbewegliche klebrige Masse, die man nicht so richtig losbekommt. Das nimmt Kraft. Und vor allem nimmt es die Freude, an den eigenen echten, wirklich wichtigen Themen dran zu bleiben. Ärger ist auch irgendwie wie überkochende Milch. Oben brodelt es und unten brennt es klammheimlich an. Wann immer mir ein innerer und damit eigener Ärger begegnet, versuche ich ihn erst einmal wahrzunehmen. Schließlich gibt es ja einen Grund, warum er auftaucht. Das mag unangenehm sein und dennoch gehe ich dem Ärger auf den Grund. Hallo lieber Ärger.

Viel zu oft hat auch mein Ärger sich einen Weg ins Außen gesucht und damit Unschuldige getroffen. Das geht gar nicht. Denn mit welchem Recht sind andere der Puffer für diese Gefühlsentladung? Mittlerweile habe ich einen guten Weg gefunden, Ärger zu transformieren. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, für den Umgang mit verschiedenen Gefühlsqualitäten. Lediglich eines finde ich erstrebenswert.

Dynamik in diesen Qualitäten zu erhalten. Wenn man einmal festklemmt in der Ärgerspirale, kostet das unglaublich Energie und manchmal steigert es sich in eine hausgemachte Wut.  Alles aber auch einfach alles ist zum Aufregen. Das hilft absolut keinem. Ganz sicher.

Wenn das also auch dein Thema ist, dann nutze doch diese erste Adventwoche um behutsam mal zu hinterfragen, was es bräuchte, damit der Ärger kleiner werden kann. Da findet sich bestimmt was. Und dann gib es dir. Zeit, Kontakt zu netten Menschen, besseres Essen, mehr Licht, Ruhe. Was auch immer dem Nervensystem Entlastung gibt, nutze es und dann begegne dir und den Menschen mit ehrlicher Liebe.

Ich wünsche dir eine wundervolle Woche mit tollen Begegnungen.

Dieser Beitrag ist Teil einer wöchentlich erscheinenden Artikelserie. Der nächste Gesundheitstipp erscheint in einer Woche.

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