Hype oder Hilfe? Erfahrungen mit der BLACKROLL® (1)

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Faszienrolle

Schon eine ganze Weile gibt es die sogenannte BLACKROLL® – eine ziemlich harte Schaumstoffrolle, welche man gezielt einsetzen kann zur Lockerung des Bindegewebes und als Trainingsgerät zur Stärkung.

Wie dieses einfache regenerative Training funktioniert, lest ihr etwas weiter unten. Doch zunächst muss ich gestehen, was materielle Dinge und Hypes angeht, bin ich mittlerweile ziemlich resistent. Das heißt, ich warte sehr sehr lange, bis ich mir eine Sache kaufe und nur wenn sie mir so gar nicht aus dem Kopf geht, hat sie Bedeutung für mich und dann hole ich sie mir.

Neben all den Sachen, die ich ohnehin so mache, hat mich dieses schwarze Kunststoffding dann doch irgendwie neugierig gemacht. Also gesagt getan und nun ist sie gekauft. Ganze drei Sportläden habe ich in der letzten Zeit abgeklappert. Die Rolle scheint im Moment noch sehr gefragt und war dann erst im dritten vorrätig. Knapp 30 Euro erschien mir zunächst relativ teuer für ein Stück Kunststoff, doch ich wollte sie unbedingt ausprobieren. Zumal ich nun auf der Seite von BLACKROLL® gelesen habe, dass sie komplett in Deutschland produziert wird. Dann hoffe ich einfach mal, dass das auch so ist und dann ist mir der Preis fast schon wieder egal.

Geliefert wird das Produkt in einer Pappschachtel. Mal keine Hülle aus Plastik. Gefällt mir schon mal sehr gut. Sowohl auf der Packung als auch innen noch einmal als Pappkarte sind die wichtigsten Übungen abgebildet. Somit kann ich und dann vielleicht auch Du also gleich nach Kauf mit dem Training beginnen.

Doch was kann die kleine schwarze Rolle nun?

In relativ einfachen Bewegungen rollt man einzelne Körperregionen auf dieser Rolle auf und ab oder hin und her. Wie man es nun nimmt. Zum Beispiel legt man sie unter die Waden und rollt vor und zurück. Das ergibt eine ziemlich starke Druckwirkung auf die jeweilige Stelle und ist am Anfang ehrlich gesagt auch nicht wahnsinnig angenehm. Das Körpergewebe wird richtiggehend ausgepresst. Laut Beschreibung des Herstellers zielt das Durchmassieren des Körpers mit der Rolle in erster Linie auf die sogenannten Faszien auch Bindegewebe genannt. Ich würde jedoch anhand meines ersten Erfahrungsversuches sagen, sämtliche Körpergewebe – also auch Muskeln, Sehnen, Knochen – bekommen eine tiefgreifende Massage.  Wenn es um den Körper geht, lasse ich mich schon generell ungern auf nur eine Struktur begrenzen.

Na gut. Besser ist wahrscheinlich das Ding bekommt eine definitive Funktion, dann verkauft es sich vielleicht besser.

Mein erster Eindruck der Rolle ist trotz meiner kritischen Gedanken dennoch positiv. Ich habe mich mit dem Rücken drüber gerollt, die Beinrückseiten, die Außenseiten der Beine (autsch) die Oberschenkelvorderseiten und die Arme durchgearbeitet. Nur wenige Male rollt man pro Körperregion drüber, das heißt es geht relativ schnell. Ich denke 10 Minuten pro Tag reichen – zumindest wenn es um die Massage geht. Am besten funktionieren die Bewegungen auf einer Yogamatte. Nur auf Teppich als Untergrund war es etwas rutschig.

Ich werde das jetzt einfach mal ein paar Tage bis Wochen regelmäßig durchführen und hier berichten, was sich für mich so ergeben hat. Ich bin jetzt schon sehr gespannt. Am meisten interessiert mich, ob dieses Trainingsgerät wirklich langfristig benutzt wird oder wie so oft relativ bald in der Ecke landet.

Hast Du schon eine BLACKROLL® und wenn ja, welche Erfahrungen kannst Du teilen?

Und hier könntest Du sie bestellen: (*)

5 thoughts on “Hype oder Hilfe? Erfahrungen mit der BLACKROLL® (1)

  1. Pingback: 8 Tipps zur optimalen Lockerung der Wadenmuskulatur | osteopathisch-leben.de

  2. Hallo Sandra,

    ich bin heute auf deine Seite gestoßen und sie gefällt mir wirklich sehr gut!
    Habe selber dieses Jahr mit der HP- und Osteopathie-Ausbildung begonnen, dadurch ist mein Interesse ‚osteopathisch zu leben‘ natürlich immens gestiegen.

    Wie sind denn nun deine Erfahrungen mit der Blackroll? Liegt sie schon in der Ecke oder benutzt du sie regelmäßig? Tut es an den Außenseiten immer noch so weh beim Drüberrollen oder hat sich das gebessert?

    Für ein kleines Fazit wäre ich dir echt dankbar!

    LG

    • Hallo Conny. Das ist ja toll, dass Du die Ausbildung begonnen hast. Ich wünsche Dir dafür viel Erfolg – und ja – der Erfahrungsbericht steht noch aus, doch grundlegend und kurz gesagt – ich finde die Rolle toll, hilfreich und sie liegt keineswegs in der Ecke. Sie liegt in der Praxis und sobald Zeit ist – hole ich sie raus und rolle ein wenig! Liebe Grüße. Sandra

  3. Also ich habe mir eine Blackroll gekauft, da ich Schmerzen im Knie hatte durch Patella-sehnen Überreizung. Nach einigen Anwendungen am Oberschenkel konnte ich deutlich eine Schmerzlinderung wahrnehmen. Jetzt bin ich sogar ganz Schmerzfrei. Ich bin wirklich ein totaler Fan geworden und könnte mir die Blackroll nicht mehr wegdenken. Sie ist bei mir ein muss nach jedem Training.

    • Hallo Markus. Danke für das positive Feedbak zur Blackroll. Das freut mich sehr, das Du jetzt schmerzfrei bist. Ich finde immer gut, wenn man sich selbst irgendwie helfen kann. Für Verlinkung und damit Empfehlung zu Deinem eigenen Blog lass uns doch über einen Gastbeitrag sprechen. Gern kannst Du über Deine guten Erfahrungen sprechen / schreiben. Einfach den Link in die Kommentare reinhauen, mag glaube ich kein Blogger so wahnsinnig gern – ich zumindest mag es jedenfalls nicht. Aus dem Grund habe ich mir erlaubt, diesen zu entfernen.

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