Mein Halbmarathon 2015

Motivation ist alles. So die Theorie.

Doch wie komme ausgerechnet ich dazu, mich zu einem Halbmarathon anzumelden?

So lange ich denken kann, befinden sich in irgendeiner Tasche von mir Sportklamotten. Skaten, Klettern, Beachen, Radfahren auch joggen. Alles war schon irgendwie mit dabei. Doch in diesem Jahr war mal wieder alles anders.

Es ist Ostern und ich fahre Rad. Wie schon so oft. Viele Kilometer sind wir unterwegs und gerade sind wir an meinen heimlichen Lieblingsort abgebogen. Den Isarradweg in München. Doch kaum das ich mich versehe, liege ich samt Rad auf dem Waldboden. Krax. Handbruch. Fast 3 Monate nicht arbeiten. Schlimm genug, doch irgendwann ging das wieder. Es ist Juli und alles läuft so weit. Noch paar Wochen später macht sich ein merkwürdiges Körpergefühl breit. Gefühlte Kraftlosigkeit. Konditionsflaute. So abgebaut habe ich mich lange nicht mehr gefühlt. Sämtliche Sportarten waren zwangsunterbrochen, wen wundert es also. Ein richtiges Konzept habe ich noch nicht. Ist das etwa jetzt der innere Schweinehund, von dem immer alle reden? Kein Sport mehr. Nix.

Es wird September und ich jubele einem Bekannten auf der Marathonstrecke in Berlin zu. Unglaublich diese Läufer. Und wievele sich über diese Distanz durchkämpfen. So richtig glücklich sehen nicht alle aus. Ist mir egal. Denn umso länger ich an diesem Tag an der Strecke bin, desto kribbeliger wird es. Ich will auch flüstert es leise in mir.

Gesagt getan.

Es vergehen nur wenige Tage und meine Anmeldung zum Halbmarathon Berlin Ende März geht raus. Das finde ich realisierbar, obgleich ich zu dem Zeitpunkt schon nach 3 km zu schnaufen begann. Jetzt ist Dezember. Mittlerweile habe ich mich echt schon auf 12 km hochgearbeitet. Und es fühlt sich immer noch gut an. Ich freue mich riesig über meine Entscheidung.

Das ist die Chance

Seit ich dieses Ziel vor Augen habe, laufe ich regelmäßig. Spüre Anstrengung und finde es toll. Spüre endlich meine Muskeln am ganzen Körper wieder und wie sie sich allmählich aufbauen. Auch während meiner Arbeit erschöpfe ich nicht mehr so schnell, wie kurz nach dem Wiedereinstieg. Ein schönes Gefühl sich von Null auf Hundert langsam wieder hochzuarbeiten.

Eine alte Weisheit bestätigt sich also wieder …. es geht so viel im Leben, nur wollen muss man es!

Schau´ doch einfach mal für Dich, welches kleine Ziel Du für Dich umsetzen kannst und schreib´ es gern in den Kommentar.

 

 

 

 

 

 

2 thoughts on “Mein Halbmarathon 2015

  1. so und jetzt noch ein kommentar zum halbmarathon. wie du ja weisst habe ich immer unglaublich strukturiert meine laufpläne zur erreichung irgendeines laufziels durchgezogen und sicher manchmal meinen körper auch überlastet. an einem marathon in dresden habe ich mir dann das ziel gesetzt einfach locker zu laufen und nur schneller (also keine bestimmte zeitvorgabe) als das letzte mal. unterwegs habe ich dann noch einen netten mitläufer kennengelernt und wir haben uns angeregt unterhalten und auf den letzten kilometern habe ich dann noch etwas gas gegeben. ich hatte damals eine saugute zeit (40min schneller als davor) und wenig schmerzen danach. zudem ist mir dieser lauf am meisten in erinnerung geblieben und durchweg eine positive erfahrung gewesen. man sollte eben einfach sich nicht zu sehr einengen mit den eigenen zielen und vertrauen in die eigenen fähigkeiten haben. die körperliche leistung und die geisteshaltung hängen beim laufsport direkt zusammen. also nix mit „no pain, no gain“ . und es braucht natürlich zeit bis der körper sich an belastungen gewöhnt. daher ruhig und besonnen und nicht übereilt ans lauftraining herangehen. und was unglaublich gut funktioniert und wenig degnerative gelenkschäden verursacht und zudem den zeitaufwand erheblich reduziert sind high intensity trainings. also wirklich kurze sehr intensive kraft und/oder sprint intervalle bis zum maximalpuls. dann kann man sich die laaaaaangen ausdauerläufe fast sparen und kommt trotzdem zum gewünschten ziel. bergaufsprint ist z.b. supereffektiv. also keine angst vor hohen pulsfrequenzen sondern eher vor stundenlangem niedrigpulsjoggen….das sind so meine lauferfahrungen. ich bin gespannt was du noch so erlebst und wie es dann wird mit dem halbmarathon.
    liebe grüsse
    sandra

    • …danke für den ausführlichen kommentar, der mich natürlich total in meinem derzeitigen training unterstützt. genauso mache ich es – besonnen. nicht strikt. mein einziges oder viel mehr mein vordergründiges ziel ist ja wieder ein wenig mehr kraft nach monatelanger karrenz. und das funktioniert sehr gut. die läufe bis zum maximalpuls finde ich interessant – dann werde ich mir wohl mal ein paar berge hier im tiefland anschauen, oder? ich wünsche auch dir viel erfolg beim nächsten lauf und höre natürlich total gern wie es war. lg sandra

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