10 Tipps, wie du gesund durch die Adventszeit und bis ins neue Jahr kommst

Die nächsten Wochen sind die, in denen wir besonders auf unseren Körper Acht geben – nicht müssen – sollten ist wohl die bessere Formulierung. Es liegt in der Natur des (Nicht)Lichts, der Naschereien, des Jahresendstresses und einigen weiteren Faktoren, dass sich Stressoren kumulieren und manche Menschen leider richtig krank werden. Dabei soll die nächste Zeit doch eigentlich eine besinnliche werden. Damit das gelingt, folgen nun einige meiner Empfehlungen.

Allgemeine Ruhe bewahren

Ich habe immer so das Gefühl, dass mit dem ersten Tag der Weihnachtsmärkte ein allgemeines Flirren und Rennen beginnt. Von Tag zu Tag nehme ich die Gesellschaft schneller und hektischer wahr. Na klar müssen bis zum Jahresende noch viele Dinge auf Termin geregelt werden, doch in den wenigsten Fällen passiert wirklich was richtig gefährliches, sollten wir es nicht schaffen. Es besteht im Allgemeinen also kein Grund – jetzt hektisch zu werden. Das ist eine Bewusstseinssache – die Entscheidung – gelassen zu bleiben, triffst du ganz allein für dich.

Konditionierungen lösen – nicht überall dabeisein wollen oder müssen

Gerade in der Vorweihnachts- Weihnachts- und Jahreswechselzeit steigt das Bedürfnis des Zusammenseins. Das ist zweifelsohne schön und auch eine absolut gesunde Tendenz. Vielleicht geht sie auf Zeiten zurück, wo das Leben lebensbedrohlich hart war, klirrende Kälte die Länder beherrschte und man am kleinen Feuer zusammenrücken musste, Neuigkeiten nur von Mund zu Mund weitergegeben wurden. Mittlerweile leben wir in einer sehr bunten und kommunikativen und unkomplizierten Welt. Wir unterhalten uns online über die sozialen Netzwerke, viele haben ein Auto und können in Windeseile Freunde und Verwandte erreichen, wir können fliegen und mit schnellen Zügen fahren, wir haben einen hohen Freizeitwert entwickelt – regelmäßige Treffen, Austausch und gemeinsamer Sport sind ganz natürlich … was ich damit sagen will – die Möglichkeiten – aufeinanderzutreffen und einfach entspannt Zeit miteinander zu verbringen sind aus meiner Sicht leichter geworden und werden auch flächendeckend praktiziert. Es muss also nicht unbedingt das Adventswochenende zum Treffen sein – auch im Januar ist noch Zeit. Ich persönlich empfinde es überhaupt nicht problematisch, wenn man einen Teil der Familie Weihnachten nicht sieht, dafür aber entspannt bleibt. Dann fährt man eben eine Woche später…. wir sind alle in bestimmte Muster eingeübt. Heiligabend hier, 1. Weihnachtsfeiertag da, 2. Weihnachtsfeiertag dort – die Frage ist: Ist das alles noch zeitgemäß? Also – ich sag es mal ganz pragmatisch – wer verspürt, dass die Treffen und Feiern einfach einen Überforderungscharakter bekommen – DARF – absolut mal darüber nachdenken, irgendwo nicht aufzutauchen. Deswegen ist man kein schlechterer Mensch und gesunde Beziehungen halten so etwas auch aus.

keine falschen Erklärmodelle – naschen nicht übertreiben

Hand auf´s Herz – Zucker bleibt für alle ungesund – auch wenn nun Weihnachten ist. Besonders wenn die wunderschön verpackten Süßigkeiten im Laden, in Nikolausstiefelchen oder unter dem Weihnachtsbaum erscheinen – wird natürlich vor allem unser inneres Kind wach – und wir wollen das innere Kind unserer Mitmenschen glücklich machen. Auch wenn Weihnachten ist – kann man sich an eine 90 / 10 Regel halten. 90% Vollwertkost – 10% über die wir nicht reden…und unser inneres Kind ist durchaus mit nur einer Praline zufrieden.

Hilfs-Mantra – „Ich-brauche-das-nicht“

Manchmal ist es gut, Zweckoptimismus an den Tag zu legen. In anderen Lebensbelangen nutzen wir gerne Sätze wie: „das wird schon“ oder „morgen ist auch noch ein Tag“ – du kennst das alles, oder? Warum nutzen wir in dieser so reizgefüllten Vorweihnachtszeit nicht einmal den Satz: „Ich brauche das nicht.“  Unser ganzes Leben ist ein einziges programmiertes Spielchen. Hersteller und Handelsketten verpacken, gestalten und präsentieren uns besonders zu Weihnachten die Waren so, dass wir am Ende selber glauben – etwas zu brauchen – was wir uns im Juli wahrscheinlich nie kaufen würden. Probier das mal aus – vor allem bei dem Süßkram im Laden und auf dem Weihnachtsmarkt … Sportgeräte darfst du kaufen, soviel du willst 😉

Sport treiben

Und wo wir gerade bei den Sportgeräten waren – egal wie voll die nächsten Wochen werden. Halte an deinen Sportterminen fest. Gerade, wenn das Leben voll wird – ist Stressabbau und Entspannung durch Sport wichtig. Sei dir so wichtig, dass es kein Rütteln an deinen liebgewonnen Terminen gibt. Warum auch?

Sich mit dem Gewusel nicht mitziehen lassen

Reflexion ist alles. Kannst du bewusst wahr nehmen, was mit dir und deinem Körper passiert – wenn sich die Umgebung oder vielmehr die Aktion, die Spannung in deiner Umgebung ändert? Wieviele Stunden in der Einkaufspassage sind für dich gut machbar – oder sind es doch nur Minuten? Ein gewisses Maß an Action macht Spaß, hält uns wach und lässt uns auch kreativ sein. Entscheidend ist der Punkt, ob du die Grenzen – ob du deine Grenzen kennst. Also ganz konkret – welche Signale sendet dein eigener Körper, kurz bevor es anfängt, zuviel zu werden? Wie viele Glühweine auf dem Markt fühlen sich noch richtig an? Und wann ist der Moment – wo du einfach nur noch einen bestellst – weil die ganze Gruppe noch einen bestellt? Muss es am ersten Weihnachtsfeiertag wirklich Frühstück, Mittag, Kaffee, Naschen, Naschen, Naschen, Abendbrot, Naschen, Naschen, Naschen sein? Oder reicht nicht wie immer Früh, Mittag, Abend eine normale Mahlzeit? Ich verstehe bis heute nicht – warum Weihnachten – die scheinbar offizielle Erlaubnis zur Maßlosigkeit ist. Was ist denn da nur los? Sei einfach schlau und mache es so, wie es sich gesund und vital für dich anfühlt.

Das für dich Gute genießen

Was ist eigentlich Gut? In der Zwischenüberschrift habe ich bewusst – das für DICH Gute formuliert. Gut ist dehnfähig und für jeden anders. Nur weil alle auf den Weihnachtsmarkt rasen, muss das für dich noch lange nicht gut sein. Nur weil alle Geschenke verteilen, muss das für dich nicht gut sein. Die meine Frage ist – weißt du eigentlich, was für dich gut ist? Denn nur dann kannst du die nächste Zeit auch steuern. Andernfalls läufst du Gefahr – wie vielleicht all die anderen Jahre – einfach im Fahrwasser der Üblichkeiten mitzuschwimmen. Mach einfach nichts – weil man es eben so macht …. mache nur die Dinge – die dich nähren, die dich in deiner Mitte belassen, die du vertreten kannst und für die du dich bewusst entschieden hast.

Prioritäten setzen

Gerade die nächsten Wochen werden von den meisten Menschen durch ein wiederkehrendes Merkmal gekennzeichnet. Von allem zuviel. Zu viel Stress, zu viel Termine, zu viel Verpflichtungen, zu viele To Do´s, zu viel zu Essen, zu viel Weihnachtslieder, zu viel Weihnachtsfeiern, zu viele Geschenke, zu viele Anforderungen, zu viel Kälte, zu viele Plätzchen … die Liste könnte man noch ein gutes Stück weiterführen. Setze Prioritäten…und such´ dir ein paar wichtige Dinge aus. Beim Rest überprüfst du einfach mal, ob du was dran ändern kannst und auch wirklich was ändern willst.

Vollwertkost essen

Im dritten Punkt bin ich schon auf die Naschereien eingegangen. Doch das ist es nicht allein. Gerade die Advents- und Weihnachtszeit schwingt immer unter dem Motto: Wir gönnen uns mal was. Das ist total super und macht Spaß …. vor allem solltest du dir Dinge gönnen, die deinem Körper gut tun. Naturbelassene und selbstgekochte Speisen. Auf keinen Fall noch mehr Nahrungsmittel aus dem Convenience-Bereich, denn die wohlberühmten Festtagspastetchen und Fertigspeisen schießen wie Pilze aus dem Boden und werden natürlich werbewirksam erfolgreich verkauft. Sei es dir einfach Wert … dich ganz banal basisch zu ernähren, das wäre ein echtes Geschenk an deinen Körper und dann wirst du für mich eine echte Weihnachtskönigin oder ein echter Weihnachtskönig.

Sich nicht selbst in die Tasche lügen

… Ich bin Verfechterin der knallharten Reflexion. Wenn ich genascht habe – dann sollte ich dazu stehen und es auch wieder ausbügeln. Kann man das eigentlich ausbügeln? Hat der Körper eine Wiedergutmachoption? Ich glaube nicht, ich würde es eher mit dem Bild einer Waagschale beschreiben – je mehr ich mich um gesunde Verhaltensweisen bemühe – je weniger fällt die schlechte Angewohnheit ins Gewicht. Für mich geht es darum, grundlegende Verhaltensweisen zu erkennen und zu steuern. Klar darf man Kuchen und Plätzchen essen, dann aber auch wieder mal Rohkostsalat. Die Dosis macht das Gift. Warum schreibe ich diesen 10. Punkt? Weil ich selbst weiß, wie schwer es ist – durchgängig gesundheitsorientiert zu leben. Es ist in einer Welt und in einer der unseren Gesellschaft nahezu fast unmöglich, absolut ideal zu leben. Und so müssen (…und ich schreibe ganz bewusst müssen) wir uns immer und immer wieder aufraffen und aufrappeln – zu reflektieren und neu zu entscheiden. Jeden einzelnen Tag. Also – sei es dir Wert, genieße diese letzten Wochen und Tage des Jahres. Jedoch – bleibe mit dir in Verbindung und spüre intuitiv, ob auch alles seine Richtigkeit hat. Falls nicht – schwenke immer wieder ein wenig mehr … zum Besseren, zum Angenehmeren, zum Ehrlichen.

In diesem Sinne … wünsche ich dir eine gute Zeit!

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