#GedankenzurKrise4: …geht die Konzentration jetzt flöten?

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Ich bin alarmiert. Höchst alarmiert. Wie ihr vielleicht wisst, radle ich ja nun seit Juli letzten Jahres brav jeden Tag nach Babelsberg in meine Praxis. Das sind 8 Kilometer – eine Strecke. Im verkehrstechnischen Miteinander war das noch nie die Traumstrecke. Schon immer hatte ich das Gefühl, muss ich unentwegt wachsam sein, dass ich in keine Kollision verwickelt werde. Also Recht haben – und Recht bekommen sind ja so eine Sache.

Was ich aber die letzten Tage beobachte, ist noch mal anders. Continue reading

#Gedanken: In der Stille offenbart sich die Wahrheit

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Wie gut gelingt es mir, in die Stille zu lauschen? Wie gut gelingt es dir in deine Stille zu lauschen?

Real, herzoffen und wertfrei fühlen, spüren – was Wirklichkeit ist? Die eigene Wirklichkeit, die immer da ist. Oft gut und sicher verborgen unter all den Tiefen und auch Oberflächlichkeiten des Alltags.

Sanft wispernd, zart rosé schiebt sich so langsam alles ins Bild.

Ich will wegschauen – aber es schaut mich an.

Ich spüre in meine klare Basis, meinen inneren Reichtum, das Gefühl getragen zu sein und das Gefühl, tragen zu können.

Dankbar sehe ich all das Harte, das Weiche, das Schmerzliche, das Klare, das weit Entfernte, das, was ich kaum entziffern kann, das Haben und das sein dürfen.

Ich lausche noch genauer hin. Möchte mehr wissen… doch es braucht Zeit.

Stille kann so reich sein.

….

(inspiriert durch diese kleine Skulptur, welche wir auf unserer Reise durch Japan entdeckten.)

 

 

 

Osteopathie und Infektionskrankheiten – wie passen die 2 Worte in Zeiten von Corona zusammen?

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Wann, wenn nicht im Zuge einer Pandemie, könnten wir das Thema Osteopathie und Infektionskrankheiten besser zum Gespräch bringen? Dieser Beitrag beinhaltet sowohl meine persönliche Meinung als auch eine mittlerweile 14 Quellen bindende Linksammlung zum Thema, die ich fortlaufend erweitern werde.

Du kannst den Text hier via Youtube anhören:

 

1. Ein paar einleitende Worte zum Thema Osteopathie und Infektionskrankheiten

Wir schreiben April 2020, die Welt hält geschockt den Atem an. Traumatherapeutisch definiert befinden wir uns mitten in einem sogenannten „unvermeidlichen Angriff.“ Industrielle Standorte stehen still, Existenzen scheitern, Schüler lernen zu Hause und Osteopathen schließen ihre Praxen.

Oder eben auch nicht.

Die Meinungen, wie man sich am allerbesten in dieser Pandemiezeit verhalten könnte, gehen nicht nur in der Osteopathiebranche diametral auseinander. Internetforen kochen hoch, Demos werden organisiert. Die einen sprechen von Freiheitsberaubung während sich andere mit stärkster Angst konfrontiert sehen. Die Idee zu dem heutigen Beitrag hatte ich, zwar in veränderter Form, eigentlich für ein anderes Medium vorgeschlagen, dort wurde er vorerst abgelehnt. Dreistimmig. Das war hart für mich und auch dieses wichtige Thema, dennoch bin ich der ganz festen Überzeugung, dass wir gerade jetzt, wo wir noch ganz am Anfang dieser Pandemie stehen, über die Rolle der Osteopathie in Bezug zu Infektionskrankheiten sprechen sollten. Continue reading

#GedankenzurKrise3: Lassen wir jetzt alle die Hosen runter? Und wie wir die Krise für persönliches Wachstum nutzen können…

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…oder kommt grad´ ungebremst all das aus unserem tiefsten Inneren zu Tage, was wir bislang gut durch nach außen gerichtete Aktivitäten kaschieren konnten?

Diese Woche ist es mir besonders aufgefallen. Egal, wo auch immer ich in meinem derzeit dosierten Radius hingegangen bin – in den Bäcker, in meine Praxis oder den Supermarkt, ja selbst durch die Erzählungen meiner Patienten kam irgendwie immer was ähnliches raus…. diese Woche war eine starke Energie im Gange.

Was meine ich mit Energie? Continue reading

#GedankenzurKrise2: Die Sache mit den Masken

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Nara / Japan (2017)

Na wer hätte das gedacht – wir tragen freiwillig Masken vor Mund und Nase. Bilder, die ich sonst nur von meinen Urlauben in Asien kenne – finden nun auch hier in Deutschland, Europa zur Normalität. Die Achtsamkeit untereinander, welche dadurch signalisiert wird – gefällt mir total. Aber mal abgesehen von der Tatsache, dass ich glaube, dass vielen noch nicht bewusst ist – dass sie sich selbst gar nicht durch die lustig bunten, teils selbst genähten Masken schützen – gibt es für mich noch 3 weitere Aspekte, weshalb ich vor allem das dauerhafte Tragen von Masken nicht sinnvoll finde. Continue reading

#GedankenzurKrise1: Dürfen Senioren jetzt nicht mehr raus?

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Zur Zeit gehen mir viele Dinge durch den Kopf. Vielleicht ergibt sich eine Gedankenserie – ich habe zumindest den heutigen Beitrag mal als Teil 1 gekennzeichnet. In diesem Blogpost, also in Teil 1 möchte ich ein paar meiner Gedanken zur genannten Überschrift teilen. Dürfen Senioren jetzt nicht mehr raus?

In den letzten Tagen habe ich in den sozialen Medien – also vor allem auf Facebook – immer wieder Beiträge und Kommentare gelesen, wo man sich über die vielen Senioren ereifert, welche sich in den Supermärkten oder auf den Straßen aufhalten. Und ja – ganz ehrlich – auch ich habe mich ertappt, wie ich argwöhnisch ältere Menschen beäugt habe und ihnen innerlich einen Vortrag gehalten habe, dass sie sich doch bitte schnell wieder nach Hause begeben sollen.

Wie vermessen von mir… Continue reading

Wo wir stehen – und worauf es jetzt ankommt…

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allein? (Foto: fotokahl.de)

Mit Verlaub … ich bin alles andere als eine Corona-Expertin. Dafür haben wir Herr Kekulé oder Herr Christian Drosten und bestimmt noch viele andere, die ich nicht kenne, dennoch erlaube ich mir, heute meinen Gedanken als Traumatherapeutin, Osteopathin und Yogalehrerin freien Lauf zu lassen und mehr denn je wünsche ich mir, dass sie eifrig unter dem Beitrag kommentiert werden.

Mittlerweile ist es in unsere Gesellschaft gedrungen, diese Krise wird uns Veränderungen bringen, die wir noch vor einem Monat kaum für möglich gehalten hätten. Mittlerweile sickert es durch – es wird Monate dauern. Manches wird nie wieder so sein wie vorher. Wir werden fallen und wir werden ein großes Stück wachsen. Das gehört jetzt dazu. Fast stündlich, so habe ich das Gefühl, werden wir uns bewusster, was konkret das für jeden einzelnen bedeuten könnte. Doch was es auch immer für Dich bedeuten mag – es wird weitergehen.

Und genau für diesen Aspekt Continue reading

6 Lebensgewohnheiten, die ich für osteopathisches Leben essentiell empfinde

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Die Grafik lässt schon erahnen, worum es in diesem Beitrag gehen soll … 6 Lebensgewohnheiten, die ich osteopathisch sinn- und wertvoll finde.

  1. Fange ich mal mit der meditierenden Frau links oben an. Hinter diesem Bild verbirgt sich einfach die Rückschau auf sich selbst – die Einkehr in die eigenen Gedanken, die Selbstreflexion, das allgemeine Gewahrsein. Dazu muss man auf gar keinen Fall stundenlang in einem Schneidersitz hocken – es reicht:

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NARM® – Das neuroaffektive Beziehungsmodell nach Larry Heller. Ein Resümee.

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alte Muster durchbrechen – Neues wachsen lassen

Zurück von der NARM® – Fortbildung in Köln, nutze ich doch gleich mal die Gelegenheit, Euch hier zumindest ein wenig teilhaben zu lassen. Nicht nur inhaltlich-technisch habe ich eine Menge in der vergangenen Woche  mitgenommen, denn wie könnte es anders sein – das Thema „Entwicklungstraumen heilen“ hat mir und ich vermute auch den vielen circa 70 anderen Teilnehmern eine Menge Unterstützung in eigenen Belangen gegeben.

Einmal mehr bin ich einem sehr alten Muster auf die Spur gekommen. Dafür bin ich unglaublich dankbar. Ein Muster, welches gut versteckt in den tiefen meines Seins ab und an in Form eines klebrigen Gefühls auftauchte. Klebrig – weil ich mich Jahre ohnmächtig fühlte gegenüber diesem Gefühl, weil es mich und mein Handeln auf eine Art bestimmt hat, die ich teilweise nicht mehr beeinflussen konnte. Weit weg von angenehm und schön. Ein Gefühl, von dem ich keinerlei Ahnung hatte – warum ausgerechnet ich davon betroffen bin. Continue reading

Wie Bewertungen dein Leben beeinflussen – und wie du dich davon frei machst.

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Möglicherweise kennst du das, du gehst in eine Bar oder irgendwo anders hin und hast das Gefühl, sämtliche Blicke kleben an dir. „Guck dir die Haare an, die Hose und überhaupt, die Tasche, die Schuhe blablabla. Wie die rumläuft. Ach und guck mal, was sie jetzt macht.“ So könnten echte oder einfach nur empfundene Stimmen tönen. Klar tun wir im Alltag oft so, als macht uns das alles gar nichts – dennoch, wage ich zu behaupten, dass es ziemlich viel mit uns macht und wir nicht zuletzt sogar unser Verhalten anpassen, uns vielleicht sogar von bestimmten Sachen abschneiden – nur um nicht aufzufallen. Nur um nicht abgewertet zu werden. Continue reading