Faszientraining für Rücken und Nacken – Buchrezension

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Um welches Buch geht es heute?

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Mein Kollege Stefan Rieth aus München hat Ende 2018 ein neues Buch in Form eines Ratgebers veröffentlicht. Es heißt Faszientraining für Rücken und Nacken und ist im Gräfe und Unzer Verlag erschienen. Reich bebildert, führt es den an Gesundheit interessierten Leser, mit gut nachvollziebaren Übungsbeschreibungen durch die verschiedenen Körperregionen. Vor allem die Lockerung der Faszien steht im Vordergrund. Doch auch einige kräftigende Übungen sind erklärt.

Ich habe das Buch als e-Book gelesen. Das Buchcover lädt direkt zum Mitmachen ein. Eine junge Frau dehnt die Rückseite ihres Oberarmes. Während ich über das Buch und dessen Rezension philosophiere, dehne ich doch mal fix meinen Triceps, denn der verläuft an eben genannter Rückseite des Oberarmes. Hach, tut das gut. Im Untertitel verspricht mir das Buch schnelle, nachhaltige Schmerzfreiheit und Beweglichkeit. Das macht neugierig. Da ich selbst Yogalehrerin bin und Faszientraining ein essentielles Thema für mich darstellt – kann ich bestätigen, dass sich relativ schnell merkbare Veränderungen erzielen lassen.

Der einleitende Teil

Auf den ersten Seiten folgen das Impressum, Werbung für thematisch ähnlich gelagerte Bücher (so etwas lese ich am liebsten am Buchende) sowie Hinweise zur Ausgabe des Buches als e-Book. Das Buch ist als Printversion und auch als e-Book erhältlich. Es folgt weiterhin noch der Hinweis an den Leser, im Zweifel sich vor Anwendung erst einmal mit einem Arzt oder Therapeuten zu beraten. (meiner Meinung nach sollte das natürlich ein Arzt oder Therapeut sein, der mit den gezeigten Übungen vertraut ist – nur dann kann er anhand des Befundes Pro- oder Contra sprechen).

Wann geht es denn nun endlich mal los? Denke ich mir ungeduldig – und doch möchte ich alle Ratschläge vorher anschauen. Das würde ich vor allem auch fachfremden Lesern empfehlen.

Das Weiterlesen der einleitenden Seiten lohnt sich total, denn ich finde nun noch den Hinweis auf den Online-Zugang, der automatisch enthalten ist. Die Übungen stehen also nicht nur als Bild – sondern auch als angeleitetes Video zur Verfügung. Das wertet das Buch enorm auf.

Der sehr informative Theorieteil

Der erste richtige Teil des Buches erklärt anschaulich und nicht zu ausschweifend Bau und Funktion der Faszien. Der Leser, welcher im Schreibstil ganz sympathisch direkt angesprochen wird, lernt, was genau den Faszien schadet, welche Nahrungsmittel und Faktoren möglicherweise für Entzündungen und damit für Schmerz sorgen und welche Flüssigkeiten sich positiv auf das Gewebe auswirken. Weiterhin erklärt Stefan Rieth, welche Vitamine und Eiweiße hilfreich sind und welche Bewegungen unsere Faszien mögen. Allein „viel“ ist nicht das Allheilmittel für unser Bindegewebe. Ein paar kurz beschriebene Beispiele erläutern die Fernwirkung der Faszien.

Und am meisten freue ich mich, als ich lese, dass wir uns endlich wieder federnd bewegen dürfen. Als Kind der DDR kenne ich noch weit ausgreifende federnde Bewegungen aus dem Sportunterricht. Später war das alles Mist – doch mittlerweile hat es die moderne Faszienforschung widerlegt. Federn ist jetzt also wieder sehr gut. Das macht Lust.

Doch ein klitzekleiner Kritikpunkt?

Was erst nach einem Drittel des Buches, also kurz vor den Trainingseinheiten deutlich wird – ich brauche zum Trainieren mit dem Buch für einige Übungen diverse Faszienutensilien wie zum Beispiel eine große und eine kleine Faszienrolle. Gott sei Dank habe ich davon reichlich in der Praxis. Kann es also losgehen. (ansonsten wäre der Hinweis gleich am Anfang des Buches oder sogar auf dem Cover hilfreich, um Enttäuschungen beim Käufer vorzubeugen.)

Die Übungen selber sind eingeteilt in Übungen für die Lendenwirbelsäule, Brustwirbelsäule sowie Halswirbelsäule. Weiterhin wird in akute und vorbeugende Übungsweisen unterschieden. Die Übungen erschließen sich durch das Foto sowie den klar beschriebenen Text und sind damit sehr leicht und aus meiner Sicht für jeden nachvollziehbar.

Das Buch punktet noch mit dem Extra eines abschließenden Rundum-Programmes. Eine Serie, die den ganzen Körper anspricht. Vor dem Sport oder einfach nur zum Lockern.

Im beratenden Stil werden alle Fragen geklärt, die im Zuge des Trainings mit Fasziengeräten aufkommen könnten. Kurzum zumindest bei mir blieben keine Fragen offen. Gerade so, als würde man einen guten Therapeuten persönlich treffen.

Toll!

Aber Achtung – wer sollte nicht mit diesem Buch üben?

Um Verletzungen vorzubeugen – ist das Buch nicht geeignet für Leute mit Osteoporose, akuten Bandscheibenvorfällen, für Leute, welche Gerinnungshemmer einnehmen oder rheumatische Erkrankungen haben. Ebenfalls wird Leuten abgeraten, die unter Fibromyalgie leiden, ein künstliches Hüftgelenk, eine Tumorerkrankung haben oder schwanger sind.

Und das Fazit?

Im Gesamteindruck ist dies ein sehr gelungenes, übersichtliches Werk, zu welchem ich Stefan Rieth herzlich gratuliere. Da ich neben der täglichen Praxistätigkeit selbst zwei Blogs und einen kleinen Onlineshop betreibe, weiß ich nur zu gut, welche Arbeit in solch einem Werk steckt. Für mich gehört es in jeden Bücherschrank – und es ist mit Sicherheit ein schönes Geschenk für alle Freunde und Bekannte, welche gern auf ihre Gesundheit achten und Spaß am Üben mit Fasziengeräten haben.

Du kannst das Buch gleich hier bei Amazon bestellen (* Werbung):

Ich bedanke mich für dein Interesse an dieser Buchrezension. Wenn auch du ein Buch kennst, was ich mir mal anschauen soll – dann gib mir gern den Titel durch!

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