#GedankenzurKrise4: …geht die Konzentration jetzt flöten?

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Ich bin alarmiert. Höchst alarmiert. Wie ihr vielleicht wisst, radle ich ja nun seit Juli letzten Jahres brav jeden Tag nach Babelsberg in meine Praxis. Das sind 8 Kilometer – eine Strecke. Im verkehrstechnischen Miteinander war das noch nie die Traumstrecke. Schon immer hatte ich das Gefühl, muss ich unentwegt wachsam sein, dass ich in keine Kollision verwickelt werde. Also Recht haben – und Recht bekommen sind ja so eine Sache.

Was ich aber die letzten Tage beobachte, ist noch mal anders.

Gestern zum Beispiel: … da ist die Querung der Straßenbahnschienen. Diese sind in beide Richtungen wirklich gut einsehbar (wer Potsdam kennt: Berliner- Ecke Nutheschnellstraße). Zur Sicherheit hat man dennoch eine Ampel angebracht – die war rot. Knallrot. Klar, es kam ja auch von rechts eine Straßenbahn. Die fährt vorbei und mit mir warten 2 weitere Leute, denn es kommt auch von links noch eine Straßenbahn …. die allerdings, obwohl weithin sichtbar – scheint der ältere Mann nicht gesehen zu haben. Plötzlich, unerwartet und wie in Trance fährt ungelogen knappe 4-5 Meter vor dieser recht zügigen Bahn rüber …. kennt ihr diesen kleinen Schockmoment, wo man realisieren muss, was man grad gesehen hat? Das ging wirklich haarscharf für diesen Mann aus. Der Straßenbahnfahrer hatte ebenfalls weit aufgerissene Augen – weder klingeln noch bremsen war drin …. es war einfach echt zu knapp.

Paar Tage davor hätten mich gleich 2x Rechtssbbieger erwischt … meistens bremsen sie ja noch, wenn sie einen dann im letzten Moment noch entdecken … die beiden? Voll durchgezogen – und mich dabei angeschaut … höchst merkwürdig. Keinerlei Reaktion in Richtung bremsen.

Da springen Fußgänger einfach ohne zu gucken auf die Fahrbahn, Radfahrer schießen aus Seitenstraßen … Beispiele könnte ich noch eine Menge nennen… was ich aber als Unterschied zu vorher empfinde ist, dass kaum Unrechtsempfinden zu erkennen ist. Als würden die Menschen richtiggehend neben sich stehen.

Das macht mir wirklich Sorgen. Denn eigentlich sind das automatisierte Abläufe.

Fahren – Hinderniss entdecken – bremsen….

Hat das eine nun was mit dem anderen zu tun? Was macht diese Coronageschichte mit unserem Gehirn? Mit uns?

Jetzt kennt ihr mich ja schon ein wenig – jetzt komme ich wieder mit:

Kampf – Flucht oder Schockstarre ….

Und? Habt ihr eine Idee, wo ich diese träumerischen Verkehrsbanausen einordne?

Aber warum wird es gerade seit einigen Tagen schlimmer? Ist der Krisenschock jetzt noch paar Zellen weiter in die Körpersysteme gerutscht? Realisieren wir gerade nochmals kollektiv, das uns die Sache länger als erhofft beschäftigen wird? Geht die mangelnde Konzentration auf dieses Thema oder waren die Leute einfach mal nicht ausgeschlafen? Warum häufen sich die Fälle? Fragen über Fragen.

Was können wir, was kannst du dagegen machen?

In erster Linie natürlich selbst für gute Konzentration sorgen. Ausreichend Schlaf, Reizminimierung, Bewegung und normal gut essen und trinken.

Zum eigenen Schutz – deeskalieren und nicht auf´s eigene Recht pochen.

Danke für Deine Aufmerksamkeit in diesem Thema!

Bleibt konzentriert und bis bald!

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