Nasenatmung Video online – Ein Übung die du jeden Tag machen solltest.

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Im aktuellen YouTube Video leite ich in einem circa 7-minütigen Video die sogenannte Nasenstenoseatmung an. Diese Nasenatmung wird über einige Minuten nur durch jeweils ein Nasenloch praktiziert. Das Video ist so konzipiert, dass du gleich mitüben kannst. Bevor du also auf den Link klickst – mach es dir direkt mal gemütlich. Die Übung funktioniert im Stehen, Sitzen und Liegen für jung und alt. Mich würde sehr interessieren, ob und was die Übung dir gebracht hat – schreib es mir gern hier oder bei YouTube in die Kommentare. Ich freu mich und nun viel Spass beim Üben, ich mach auch gleich nochmal eine Runde …

Warum ist es sinnvoll, diese Nasenatmung zu praktizieren?

Sauerstoff ist unser aller Lebenselixier. Grundsätzlich atmet unser Körper automatisch. Diese lebenswichtige Funktion wird im entwicklungsgeschichtlich ältesten Teil des Gehirns geregelt. Im Hirnstamm. Genau wie andere überlebenswichtige Funktionen wie der Schlaf- und Wachrhytmus oder der Hustenreflex um nur zwei Beispiele zu nennen.

Nun müsste man also meinen, bräuchte man keine speziellen Atemübungen wie die gezeigte Nasenatmung. Doch wenn wir unser Alltagsleben realistisch betrachten, passieren eine Menge Dinge, die unseren Körper an einer ruhigen, tiefen und ökonomischen Atmung hindern.

Stress oder auch langes Sitzen in gebeugter Haltung, arbeiten in klimatisierten Räumlichkeiten also Räume ohne ausreichend frische Sauerstoffzufuhr oder auch Räume in denen sich aufgrund von Produktion, Verarbeitung oder auch technischer Geräte viel Staub oder unangenehme Gerüche sammeln. Selbst sehr heiße Außentemperaturen oder unsere winterlich kuschelig geheizten Räume lassen unseren Atem eher flach werden und trocknen möglicherweise die Nasenschleimhaut aus.

Grund genug also, ein wenig nachzuhelfen und die vorhandenen Atemwege und Lungenkapazitäten auszunutzen und zu fördern. Durch bessere Belüftung der Nasengänge eröffnen wir uns mit der Nasenatmung eine reale und leicht machbare Chance zu mehr Vitalität, Konzentration und damit Leistungsfähigkeit in Hobby und Beruf. Aber auch die Prävention – also die Vermeidung schlimmerer Atemwegserkrankung möchte ich hier erwähnen, denn nur eine gut funktionierende Nase kann eindringende Keime abwehren.

Was genau bewirkt nun diese Nasenatmung – Nasenstenoseatmung?

Die im Video gezeigte Nasenatmung fokussiert sich im Ansatz auf die Eintrittspforte der Atemluft. Die Nasenlöcher. Im Idealfall atmen wir automatisch, regelmäßig durch beide Nasenlöcher. Für viele ist das aufgrund von Vorerkrankungen und damit teilweise oder ständig verstopfter Nasenlöcher kaum noch möglich. Ein unschöner Kreislauf. Besonders Allergiker wissen wovon ich spreche, auch Menschen mit Polypen oder auch diejenigen, bei denen durch unsachgemäßen Gebrauch von Nasensprays die Nasenschleimhäute bereits gewebig verändert sind.

Durch die auf der Nasenschleimhaut, mit Sekret versehenen Flimmerhärchen, wird die eingeatmete Luft erwärmt und gefiltert und dann weitergeleitet über die Bronchien in die Lungen. Über die Lungenbläschen gelangt der Sauerstoff dann ins Blut, bindet sich hier an die roten Blutkörperchen und wird zum Herz transportiert, welches über die regelmäßige Pumpwirkung die Verteilung in den Organismus und damit in die Zellen vornimmt.

Doch genau das funktioniert natürlich nur, wenn die Gänge auch frei sind. Die gezeigte Nasenatmung ist also gleichzeitig auch ein guter Indikator, wie es um die eigene Nasenatmung steht. Je schwerer diese Übung für dich ist – desto dringlicher solltest du sie tatsächlich üben.

Wichtig für das Üben ist, sich eine gemütliche entspannte Körperposition zu suchen – und sich selbst mit der Übung nicht zu stressen. Was geht geht – und was noch nicht geht – darf sich entwickeln. Übe einfach das was geht – und wenn der Atem durch ein halbverstopftes Nasenloch nur schwer ein- und ausströmt, dann ist es doch völlig in Ordnung erst mal nur eine halbe Minute zu üben. Genausogut kannst du diese Nasenatmung auch viel länger als gezeigt praktizieren. Das Üben mit dem Video gibt dir einen schönen Rahmen, denn ich selbst ertappe mich auch gern mal, dass ich einfach nach einer Minute plötzlich einen ganz anderen Gedanken habe, aufspringe oder oder oder ….

Nebeneffekte dieser Nasenatmung

Sobald sich die Atemzüge vertiefen und das Zwerchfell sich beginnt, weiter auszudehnen, könnte es zu herzhaftem Gähnen kommen. Hervorragend – eine durchaus gewünschte Reaktion.

Ebenfalls kann es zu vermehrter Sekretbildung kommen. Bei manchen fangen die Augen an zu tränen oder die Nase bildet mehr Schleim. Auch eine sehr gute Reaktion, an der du bemerkst, dass dein Körper beginnt zu regulieren.

Wahrscheinlich wirst du insgesamt ruhiger, denn ein entspannter Atem signalisiert dem Gehirn – „keine Gefahr“ „alles in Ordnung“ „du kannst dich jetzt entspannen“. Vielleicht wirst du ein wenig müde aber vielleicht bist du aufgrund des Sauerstoffs auch gerade aktiviert. Beides ist völlig in Ordnung.

Gibt es Grenzen bei dieser Nasenübung?

Zwar wenig – erlebt habe ich es noch nicht aber es könnte sein, dass Panikgefühle oder auch starke Emotionen auftauchen. Dann empfehle ich die Übungszeit wesentlich zu verkürzen. Tiefe Atmung kann uns mit Emotionen oder Erinnerungen in Kontakt bringen, die wir gut und sicher verstaut haben.

Und nun los ….

Ich wünsche dir viel Spass mit der Übung – schreib´ mir gern hier oder bei YouTube in die Kommentare, wie du diese Übung findest und was sie dir gebracht hat.

Bis bald

Sandra

 

 

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