Top Ten Sportarten aus osteopathischer Sicht

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Der Jahresanfang ist immer eine motivationsgeladene Zeit. Irgendwie verspüre ich Lust, Neues auszuprobieren. Geht es dir auch so? In diesem Beitrag liste ich die Top Ten Sportarten auf, welche ich aus osteopathischer Sicht sinnvoll finde. Alle hier genannten, übe ich aus oder habe sie zumindest zeitweise ausgeübt. Ebenfalls wichtig finde ich, dass man sich eine Bewegungsart aussucht, welche man nach kurzer Anlernphase unabhängig von Zeit und Geld und Übungspartnern ausüben kann.

1. Walken

Sanft und herausfordernd zugleich führt uns das Walken, Nordic Walken oder auch Power Walken auf alle Fälle an die frische Luft. Das gibt mehr Sauerstoff und auch Tageslicht. Wichtige Faktoren für die Gesunderhaltung unseres Körpers. Spezifisch am Walking ist, dass natürlich durch zügiges Gehen der Kreislauf in Schwung gebracht wird. Die allgemeine Durchblutung im Körper verbessert sich. Im Vergleich zum Joggen, ist es gelenkschonenender, da es keine Sprungphase gibt und damit die Stoßbelastung vergleichsweise geringer bleibt. Weiterhin werden durch die natürliche zügige Laufbewegung vor allem die Wirbelsäule sowie die großen Gelenke wie Hüfte und Schultern aber auch Knie und Sprunggelenke intensiv mobilisiert.

2. Joggen

Auch hier meine ich in erster Linie das joggen an frischer Luft. Osteopathisch betrachtet interessiert mich, wie und wie oft jemand joggt. Gesundheitlich sinnvoll ist das lockere Laufen oder das gemächliche Traben in zeitlich überschaubaren Einheiten. Stressabbau ist sicherlich das wichtigste Ziel. Unser Körper ist eben für mehr gemacht als ständig im Büro vor einem PC zu sitzen. 1-3x die Woche circa 20-60 Minuten finde ich förderlich. Joggen sollte aus meiner Sicht leicht gehen und völlig schmerzfrei ablaufen. Es gibt kein allgemeingültiges Rezept, jedoch wohlfühlen sollte im Vordergrund stehen, wenn wir über Gesundheitssport reden. Natürlich darf man mal außer Atem sein oder sich auch mal etwas anstrengen. Jedoch ständiges Hochleistungstempo im Sinne von Leistungssteigerung kann man natürlich machen, würde ich dann aber nicht mehr als gesundheitlich förderlich einstufen.

3. Yoga

Yoga ist für mich die aktive Osteopathie. Immer wieder erlebe ich es, dass die Leute mit Schmerzen in die Kurse kommen und hinterher ist es deutlich besser. Im Hinblick der Eigenermächtigung finde ich  diese Bewegungsform extrem gesundheitsförderlich. Was kann ich selber tun, damit es mir besser geht. Yoga liefert dafür viele Lösungen. Neben diversen körperlichen Übungen wird der Umgang mit belastenden Situationen sowie den Symptomen besprochen und geübt. Für die einen ist Yoga ein Training, für andere eine Lebensphilosophie. Achtsamkeit ist ein zentrales Thema. Den Yogasonnengruß habe ich hier für dich aufgenommen:

4. Schwimmen

Der Auftrieb im Wasser sowie der hydrostatische Druck ist es, warum ich Schwimmen als eine der wichtigsten Sportarten einstufe. Der Auftrieb entlastet Gelenke, welche dadurch schonend bewegt und mobilisiert werden können. Der hydrostatische Druck presst die Gewebe zusammen und wirkt dadurch wie eine generalisierte Lymphdrainage. Oder hast du dich noch nie gewundert, warum nach dem Schwimmen alle erst mal auf´s Klo stürzen?

Hilfreich finde ich auch die vielen kleinen ungeplanten Bewegungen, welche wir im Wasser machen. Primär versuchen wir damit natürlich über Wasser zu bleiben. Nebenbei werden auf diese Weise unzählige Muskeln benutzt, die wir so an Land nicht einsetzen würden.

Ich für mich muss auch sagen, ein eiskaltes Bad im frischen Fluss ist durch fast nix zu toppen. Auch wenn ich dann nicht stundenlang klassisch schwimmen kann, aber eiskaltes klares Wasser hilft mir, mich wieder ganz mit mir und der Natur zu verbinden. Ich schwelge gerade in Erinnerung an ein tolles Bad in der Isar 🙂

5. Klettern

Klettern ist für mich das funktionalste Muskeltraining, was ich kenne. Wer schon einmal an einer Kletterwand gehangen hat, weiß genau, was ich meine. Hier muß ich mich noch ein wenig eindrehen, da noch ein wenig strecken. Keine Klettertour gleicht der anderen. Immer wieder gilt es, sich neu zu koordinieren. Ganz automatisch benutze ich meinen Körper in seinen sämtlichen Muskel- und Faszienketten. Effekte wie Kraftsteigerung, Förderung von Koordination und Kondition geschehen ganz von selbst. Steigerung von Mut und Vertrauen und Selbstwert sind tolle Nebeneffekte.

6. Rad fahren

Hierzu muss ich glaube ich nicht viel schreiben. Nahezu jeder hat einen Drahtesel. Einfach rauf und ein paar Runden um den Block. Damit die Gelenke der Beine mobilisieren. Das rhythmische Strampeln massiert auch schön den Bauch und damit die Eineweide. Insbesondere für unseren Darm finde ich das hilfreich. Der Kreislauf kommt in Schwung und durch die Atemvertiefung dehnt sich endlich auch mal das Zwerchfell wieder aus. Na klar werden auch Muskeln trainiert und die Kondition gefördert. Radfahren ist einfach Klasse.

7. Wandern

Wandern entpuppt sich immer mehr als Gesundheitssportart. Mittlerweile erkennen sogar Krankenkassen Wanderprogramme an. Bonusprogramme sollen die Menschen von der Couch locken. Das ist toll. Aber: Ganz ehrlich?

Mich lockt nicht der Stempel im Bonusheft – mich lockt die Natur mit ihrem Duft, ihren Farben, ihren Geräuschen. Und natürlich ab und an auch mal die risikoreiche Herausforderung, welche mein Gehirn völlig leer werden lässt. Für mich ist es eine Form von Meditation. Hier hatte ich schon mal mehr über den Sinn des Wanderns geschrieben. Da Natur für mich eine große Ressource ist, beschreibe ich viele meine Wanderungen in meinem Reiseblog. Wenn du Inspirationen möchtest ….. bitte sehr – HIER!

8. Aquafitness

Genau wie beim Schwimmen wirken Auftrieb und hydrostatischer Druck. Hinzu kommt der kräftigende und kreislauffördernde Aspekt. Je nachdem, welches Motto die Einheit hat, kommen Poolnoodle und andere Spielzeuge zum Einsatz. Bei dieser Sportart kann man sich mal so richtig auspowern, was ja auch mal gut tut.

9. Tanzen

Musik geht ja bekanntlich direkt ins Ohr. Unser Gehirn reagiert prompt auf rhythmische Klänge. Und so sind es für mich in erster Linie die positiven Aspekte für unsere Psyche, welche mich dich auf die Tanzfläche schicken lassen. Na klar. Bei wilden Rhytmen wird erstklassig der Kreislauf und auch die Muskulatur des Körpers trainiert. Keine Frage.

10. Trampolintraining

Stell dich mal auf ein Trampolin und mache gar nix – wie lange geht das? Genau. Wenige Sekunden. Spätestens dann erweckt so etwas wie unsere kindliche Neugier. Lässt uns wippen, schwingen, hopsen, Dinge probieren, juchzen. Trampolintraining hat für mich einen ganz großen Aspekt von „Ich kann“ und ist damit für mich rein aus psychologischer Sicht ein ganz tolles Trainingsgerät. Je nach Trainingsfocus kann man auch Kraft, Ausdauer, Koordination oder Kondition in den Vordergrund stellen.

Und nun bist du dran.

Was ist deine Lieblingssportart? Schreib mir das mal in die Kommentare, ich bin wie immer gespannt!

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