Glatte Fahrbahnen und rutschige Gehwege haben am Samstag viele Autofahrer und Fußgänger kalt erwischt, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf bild.de. In mehreren Regionen kam es zu Unfällen, und Meteorologen warnen: Die aktuellen Bedingungen sind nur ein Vorgeschmack auf den Winter, der noch bevorsteht.
Der Winter zeigt erst seine ersten Zähne
Der Klimatologe Karsten Brandt vom Wetterportal Donnerwetter.de macht deutlich, dass die derzeitige Wetterlage noch nicht das Ende der Fahnenstange ist. Wer weiterhin mit Sommerreifen unterwegs ist, geht ein hohes Risiko ein. Für die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr rät Brandt, das Auto möglichst stehen zu lassen und unnötige Fahrten zu vermeiden.
In der Nacht zum Sonntag bilden sich erneut Nebelfelder, die feuchte und milde Luft mit sich bringen. Das Gefährliche daran: Nebel taucht auf den Regenradaren nicht auf. Viele Verkehrsteilnehmer unterschätzen deshalb die Situation und fahren schneller, als es die Straßenverhältnisse zulassen.
Nasse Straßen auch ohne Regen
Selbst dort, wo kein Niederschlag fällt, bleiben die Fahrbahnen feucht und glatt. Besonders betroffen sind nachts Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Hessen sowie der Süden Niedersachsens. In der zweiten Nachthälfte sind Frosttemperaturen zu erwarten, was das Risiko von Glatteis deutlich erhöht.

Am Sonntagmorgen ist erhöhte Aufmerksamkeit gefragt, vor allem auf Nebenstraßen und Brücken. Im Laufe des Tages entspannt sich die Lage etwas, da die Temperaturen leicht ansteigen. Komplett unproblematisch wird es jedoch nicht, warnen Meteorologen.
Mehr Niederschläge zum Wochenstart
Am Montag nimmt der Niederschlag wieder zu, besonders im Nordosten Deutschlands. An der Nordseeküste sind zudem stürmische Böen möglich. In einem Streifen von Hamburg über Berlin bis nach Sachsen besteht erneut die Gefahr von gefrierendem Regen, der die Straßen binnen kurzer Zeit spiegelglatt machen kann.
Auch am Dienstag und Mittwoch hält sich das Winterwetter. Die Temperaturen bewegen sich um den Gefrierpunkt, örtlich kann es schneien. In den Mittelgebirgen und Alpen werden mehrere Zentimeter Neuschnee erwartet, was zwar winterlich aussieht, den Verkehr aber zusätzlich belasten kann.
Silvesternacht wird eisig kalt
Für die Silvesternacht sieht es alles andere als mild aus. Kälte, Wind und möglicherweise Schnee prägen den Jahreswechsel. Wer Feuerwerk plant, sollte sich warm anziehen, denn der Start ins neue Jahr dürfte deutlich frostiger ausfallen als in vielen Jahren zuvor.
Ein aktueller Fall aus Niedersachsen zeigt, wie schnell gefährliche Straßenlagen eskalieren können.

