Der Erwerb schwedischer JAS 39E/F Gripen-Kampfflugzeuge für die Ukrainischen Luftstreitkräfte stellt einen logischen Schritt bei der Umsetzung des strategischen Plans zur Modernisierung der Luftfahrt dar, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf defence-ua.com. Bereits in der „Vision 2020“ war der Ersatz veralteter sowjetischer MiG-29 und Su-27 durch neue Mehrzweckflugzeuge der Generation 4++ in einer Anzahl von 72 bis 108 Einheiten für vier Luftbrigaden vorgesehen. Der Flottenausbauplan sah eine Umsetzung bis 2030 vor. Damals wurden mehrere Optionen geprüft: Gripen, F-16 Block 70/72, Rafale und Eurofighter, jedoch erschien die schwedische Variante in Bezug auf Preis, Qualität und Lieferzeit am ausgewogensten.

Das Hauptproblem bei der F-16 bestand in der langen Lieferwarteschlange und der begrenzten Verfügbarkeit der Flugzeuge, was sie für einen schnellen Flottentausch weniger attraktiv machte. Im Gegensatz dazu bot der Gripen eine schnellere Logistik, niedrigere Betriebskosten und eine leichtere Integration in moderne Verteidigungssysteme.
Nach Beginn der umfassenden russischen Aggression änderte sich die Lage grundlegend. Die Ukraine erhielt die Chance, schneller F-16 zu erhalten, dank der Entscheidung europäischer Länder – Niederlande, Dänemark, Belgien und Norwegen – einen Teil ihrer Flugzeuge freizugeben. Dies erschien kurzfristig optimal, da die Lieferung schnell organisiert werden konnte.

Es ist jedoch zu beachten, dass die F-16, die die Ukraine erhält, Ende der 1980er – Anfang der 1990er Jahre gebaut wurden. Dies bedeutet, dass ihr Potenzial langfristig begrenzt ist und die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft solcher Maschinen erhebliche Ressourcen erfordert. Deshalb sieht die Strategie zur Entwicklung der Luftstreitkräfte den parallelen Erwerb moderner schwedischer Gripen-Kampfflugzeuge vor, die für viele Jahre die Luftüberlegenheit sichern können.
Der Vergleich zwischen Gripen und F-16 für die Ukrainischen Luftstreitkräfte zeigt, dass die Entscheidung für die schwedischen Flugzeuge strategisch sinnvoll ist: Der Gripen bietet niedrigere Kosten, hohe Zuverlässigkeit und Flexibilität im Gefecht.
Die neuen Gripen E/F eröffnen der Ukraine die Möglichkeit, eine moderne und technologische Flotte aufzubauen, die nicht nur alte Maschinen ersetzt, sondern auch künftigen Verteidigungsherausforderungen gewachsen ist. Diese Flugzeuge verfügen über leistungsstarke Avionik, können unter aktiver elektronischer Gegenwirkung operieren und sind mit Systemen zur Integration in NATO-Leitungsinstrumente ausgestattet.
In der Anfangsphase im Jahr 2022 erschien die Option mit zusätzlichen F-16 praktischer – hauptsächlich aufgrund der vereinfachten Pilotenausbildung und der vorhandenen Infrastruktur. Langfristig liegt jedoch der Fokus auf dem Gripen, der Stabilität und technischen Vorteil für die Luftstreitkräfte bietet. Die Entscheidung basiert somit nicht nur auf technischen Merkmalen, sondern auch auf Verfügbarkeit, Lieferzeiten und strategischen Entwicklungsplänen des Verteidigungspotenzials.
Es sei daran erinnert, dass Stockholm die Möglichkeit prüft, einen Vertrag über die Lieferung von bis zu 120 modernen Gripen E-Kampfflugzeugen an die Ukraine abzuschließen. Gleichzeitig ist Schweden bereit, etwa 10 Gripen C/D-Flugzeuge, die im Bestand sind, kurzfristig zu übergeben. Diese Flugzeuge haben ausgezeichnete Kampfeigenschaften gezeigt, während die neuere Version Gripen E über noch leistungsstärkere Elektronik, größere Treibstoffreserven und ein erweitertes Waffenarsenal verfügt.
Zur Erinnerung: IAI präsentiert LAHAT ALPHA – eine Rakete neuer Generation mit einer Schlagkraft von über 20 km, die ein wichtiger Bestandteil des modernen Arsenals der ukrainischen Armee werden könnte.

