Ein Feuer hat am frühen Freitagmorgen den barocken Schlosskomplex Hardenberg schwer beschädigt. Der Brand brach ersten Erkenntnissen zufolge auf dem Dach aus und breitete sich rasch auf weitere Gebäudeteile aus. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, den Bereich zu meiden und wegen der starken Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten, berichtet osteopathisch-leben.de.
Entdeckt wurde das Feuer gegen 4.30 Uhr von einer Polizeistreife. Feuerwehrsprecher Marcel Borowski erklärte gegenüber BILD, dass rund 80 Einsatzkräfte im Kampf gegen die Flammen stehen und zusätzlich Drohnen eingesetzt werden, um einen besseren Überblick zu erhalten. Nach seinen Angaben hat sich der Brand über große Teile der Anlage ausgebreitet, das Dach ist weitgehend eingestürzt und das Gebäude weist erhebliche strukturelle Schäden auf.

Bislang wurden keine Verletzten gemeldet, doch das Ausmaß der Zerstörung bereitet den Einsatzkräften Sorgen. Das Technische Hilfswerk (THW) ist vor Ort, um die Statik zu prüfen und das Risiko weiterer Einstürze einzuschätzen. Die Feuerwehr versucht, den historischen Kern des Anwesens zu schützen und ein Übergreifen der Flammen auf zusätzliche Bereiche zu verhindern.
Besonders tragisch ist, dass ein Kulturdenkmal bedroht ist, dessen heutige Gestalt auf umfangreiche Umbauten im 17. Jahrhundert zurückgeht. Erstmals wurde das Schloss im Jahr 1354 schriftlich erwähnt; ursprünglich diente es als Wehrbau und Residenz. Seine Geschichte und architektonische Bedeutung machen den Komplex zu einem der wertvollsten historischen Orte der Region.
Der Besitz befindet sich seit 1939 im Eigentum der Stadt Velbert. Der äußere Hof mit Wassergraben, in dem einst Stallungen und Verwaltung untergebracht waren, wird heute für Tagungen, Festivals, Theateraufführungen und standesamtliche Trauungen genutzt. Ein besonderer Blickfang sind die Kasematten – historische Gewölbe, die ebenfalls restauriert werden.
Laut der städtischen Website laufen derzeit Sanierungsarbeiten am Schloss und an den wertvollen Kasematten. Bis 2026 soll die gesamte Anlage zu einem „Naturerlebniszentrum“ umgestaltet werden. Ob die Bauarbeiten eine Rolle beim Ausbruch des Feuers gespielt haben, ist noch unklar – die Brandursache wird untersucht.
Vor dem Hintergrund solcher Ereignisse richtet sich die Aufmerksamkeit auch auf andere Entwicklungen, etwa darauf, dass Russland erstmals beginnt, seine Goldreserven zu verkaufen – was bedeutet das?

