Der Weihnachtsmarkt in Schorndorf sollte eigentlich Wärme, Lichterglanz und vorweihnachtliche Stimmung bringen, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf bild.de. Doch in der Nacht vor der Eröffnung wurde die festliche Atmosphäre jäh zerstört: Unbekannte Täter setzten mehrere Holzbuden in Brand und lösten damit Entsetzen und Fassungslosigkeit in der gesamten Stadt aus.
Wie es zum Brandanschlag kam
Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks ereignete sich der Angriff am späten Sonntagabend – nur wenige Stunden vor der traditionellen Eröffnung am ersten Advent. Die Täter drangen auf das Marktgelände ein, übergossen mehrere zu Vereinen gehörende Buden offenbar mit Kerosin und zündeten sie gezielt an.
Eine Überwachungskamera erfasste mindestens eine Person am Tatort. Die Polizei wertet derzeit das Videomaterial aus und bittet Zeugen, die etwas Verdächtiges bemerkt haben, sich zu melden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tat geplant war und die Täter bewusst die ehrenamtlichen Strukturen der Stadt ins Visier nahmen.
Schnelles Eingreifen verhindert Schlimmeres
Gegen vier Uhr morgens entdeckte ein vorbeifahrender Autofahrer das Feuer und alarmierte sofort die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte trafen rasch ein und mussten nicht nur die brennenden Vereinsbuden löschen, sondern auch einen eigenen Verkaufsstand, der ebenfalls in Flammen stand.

Bürgermeister Max Schmadeder betonte, dass der Einsatz der Feuerwehr Schlimmeres verhindert habe. Dank des schnellen Eingreifens wurden die meisten Buden gerettet. Vor Ort lag zudem ein deutlicher Geruch nach Katalysator in der Luft, ein Hinweis auf den Einsatz leicht entzündlicher Stoffe.
Reaktionen des Bürgermeisters und der Stadt
In einem emotionalen Facebook-Beitrag beschrieb Schmadeder den Angriff als „feigen Anschlag auf Ehrenamtliche und Vereine“ und machte keinen Hehl aus seiner Bestürzung. Die Stadtgemeinschaft sei tief getroffen, da der Brand nicht nur materiellen Schaden angerichtet habe, sondern auch ein Symbol der Zusammengehörigkeit attackiert wurde.
Der Bürgermeister dankte den Rettungskräften ausdrücklich und unterstrich, dass die Täter mit aller Konsequenz zur Verantwortung gezogen werden müssen. Für viele Vereine bedeutet der Verlust großer Teile ihres Standinventars erhebliche finanzielle Einbußen – gerade in der Adventszeit, in der sie auf Einnahmen für soziale und kulturelle Projekte angewiesen sind.
Trotz Brand: Der Weihnachtsmarkt findet statt
Trotz des nächtlichen Anschlags bleibt Schorndorf bei seiner Entscheidung: Der Weihnachtsmarkt wird wie geplant stattfinden. Am heutigen 30. November feiert er sein 40-jähriges Jubiläum – ein Grund mehr, sich nicht von den Tätern einschüchtern zu lassen.
Schmadeder rief die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, den Markt zahlreich zu besuchen und damit die betroffenen Vereine zu unterstützen. Eine starke Besucherzahl könne helfen, zumindest einen Teil der entstandenen Schäden auszugleichen und den Zusammenhalt in der Stadt zu stärken.
Während die Ermittlungen in Schorndorf weiterlaufen, rückt ein weiterer Vorfall mit einem deutschen Fußballfan in Pilsen in den Fokus – ein bewusstlos aufgefundener Freiburg-Anhänger konnte dort nur dank schnellen Polizeihandelns vor einem tragischen Unfall bewahrt werden.

