In Hamburg endete ein mutmaßlicher Autodiebstahl am Montagabend in einer riskanten Polizeiverfolgung und einem schweren Verkehrsunfall mit einem Linienbus, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf bild.de. Ein Verdächtiger wurde schwer verletzt, mehrere Busfahrgäste erlitten leichte Verletzungen oder einen Schock.
Der Moment, in dem alles aufflog
Gegen 20:00 Uhr versuchte ein 37-jähriger Mann im Stadtteil Bramfeld in Hamburg, ein geparktes Auto zu manipulieren. Eine zivile Polizeistreife wurde auf ihn aufmerksam und näherte sich dem Ort. Statt stehen zu bleiben, brach der Mann den Versuch abrupt ab.
Er ließ das Fahrzeug zurück und sprang in das Auto eines 39-jährigen Komplizen, der in der Nähe wartete. Innerhalb weniger Sekunden verwandelte sich die Situation von einer Kontrolle in eine Flucht.
Eine Flucht mit hohem Risiko

Das Fahrzeug der beiden Männer beschleunigte stark und raste durch die umliegenden Straßen. Die Polizei nahm sofort die Verfolgung auf. Nach Angaben eines Polizeisprechers entwickelte sich die Lage sehr schnell und ließ kaum Spielraum für besonnene Reaktionen.
Die Fahrt führte durch dicht befahrene Straßen. Andere Verkehrsteilnehmer gerieten dadurch ungewollt in Gefahr, während die Flüchtenden immer rücksichtsloser unterwegs waren.
Der schwere Unfall auf der Barmwicher Straße
Auf der Barmwicher Straße kam es schließlich zur Kollision. Beim Überholen eines anderen Autos verlor der Fahrer die Kontrolle. Das Fahrzeug prallte zwischen einen Bus und ein weiteres Auto.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Bus von der Fahrbahn gedrückt und krachte gegen einen Laternenmast. Der Beifahrer im Fluchtwagen wurde im stark deformierten Innenraum eingeklemmt.
Einsatz der Rettungskräfte und Festnahme

Die Feuerwehr war mehr als eine Stunde im Einsatz. Mit hydraulischem und pneumatischem Gerät kämpften die Einsatzkräfte darum, den eingeklemmten Mann aus dem Wrack zu befreien. Anschließend brachte ein Rettungswagen mit Notfallsanitäter den schwer verletzten Verdächtigen in ein Krankenhaus.
Der zweite Mann flüchtete zunächst vom Unfallort. Die Polizei konnte ihn jedoch kurze Zeit später ausfindig machen und festnehmen.
Lage der Busfahrgäste
Im Bus befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls 19 Menschen. Vier von ihnen erlitten leichte Verletzungen oder standen unter Schock. Alle übrigen Fahrgäste blieben unverletzt.
Nach bisherigen Erkenntnissen gehörte das Unfallfahrzeug nicht zu den Autos, die die Täter zuvor ins Visier genommen hatten. Angaben zum aktuellen Zustand des schwer verletzten Beifahrers lagen zunächst nicht vor.
Nach der Polizeiverfolgung in Hamburg rückt nun ein tödlicher Unfall in den Fokus: In Montenegro kam der frühere Profi Sebastian Gärtner (34) bei einem Sessellift-Unglück ums Leben.

