Eine Naturkatastrophe hat die brasilianische Stadt Rio Bonito do Iguaçu heimgesucht und Chaos sowie Verwüstung hinterlassen. Ein heftiger Tornado, der in der Nacht zum 8. November über die Region zog, zerstörte Dutzende Häuser, riss Stromleitungen nieder und vernichtete die Infrastruktur. Laut den örtlichen Behörden kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, mehr als 130 wurden unterschiedlich schwer verletzt, berichtet osteopathisch-leben.de.


Nach Angaben des Zivilschutzes des Bundesstaates Paraná gehörte der Tornado zu einer der stärksten Kategorien. Die Windgeschwindigkeiten erreichten zwischen 180 und 250 Kilometer pro Stunde, in einigen Gebieten sogar mehr. Augenzeugen berichten, dass der Sturm innerhalb weniger Minuten Dächer abdeckte und Autos umwarf. Die Menschen flohen in Keller und suchten Schutz in Schulen und Kirchen, die unversehrt blieben.

Am Ort des Geschehens sind Dutzende Rettungsteams, Feuerwehrleute und Sanitäter im Einsatz. Die Behörden des Bundesstaates haben den Notstand ausgerufen und die Bewohner aufgefordert, an sicheren Orten zu bleiben. Freiwillige liefern Trinkwasser, Decken und Medikamente. Viele Gebiete sind ohne Strom, und Straßen sind durch umgestürzte Bäume blockiert.
Obwohl Brasilien normalerweise nicht mit Tornados in Verbindung gebracht wird, sind die südlichen Regionen des Landes in der Sturmsaison regelmäßig von solchen Phänomenen betroffen. In den letzten Jahren hat die Zahl extremer Wetterereignisse zugenommen, was Meteorologen mit dem globalen Klimawandel in Verbindung bringen.
Ein ähnliches außergewöhnliches Naturphänomen sorgte auch in Rumänien für Aufsehen, wo Wissenschaftler das größte Spinnennetz der Welt mit 111.000 Spinnen in einer Schwefelhöhle entdeckten.

