US-Präsident Donald Trump kündigte am 25. Oktober eine Erhöhung der Zölle auf kanadische Waren um 10 % an, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf reuters.com. Grund dafür war ein Werbevideo der kanadischen Provinz Ontario, in dem die Stimme des verstorbenen Präsidenten Ronald Reagan angeblich Zölle auf Importwaren kritisierte. Trump bezeichnete die Werbung als „ernsthafte Verzerrung der Fakten und feindselige Handlung“ und kündigte über Truth Social die Erhöhung der Zölle über die bestehenden Sätze hinaus an.
In der Ontario-Werbung soll Reagan gesagt haben, dass Zölle Arbeitsplätze kosten und Handelskriege auslösen. Am 23. Oktober beendete Trump die Handelsverhandlungen mit Kanada und nannte die Beendigung aufgrund der „betrügerischen“ Werbung notwendig. Am nächsten Tag erklärte Ontarios Premierminister Doug Ford die Aussetzung der Werbekampagne in den USA, um die Wiederaufnahme bilateraler Verhandlungen auf Bundesebene zu ermöglichen.
Es ist noch unklar, welche Waren von den neuen 10%-Zöllen betroffen sein werden. Der Großteil des kanadischen Exports in die USA ist gemäß dem USMCA-Abkommen, das während Trumps erster Amtszeit unterzeichnet wurde, zollfrei. Gleichzeitig führte die Trump-Administration im August 35%-Zölle auf kanadische Waren ein, die nicht unter USMCA fallen. Frühere branchenspezifische Zölle auf Stahl und Aluminium, die in diesem Jahr bis zu 50 % erreichten, haben sich bereits negativ auf die kanadische Wirtschaft ausgewirkt.
Kanadas Premierminister Mark Carney, der im März 2025 sein Amt antrat, hob die meisten Zölle auf, die die Vorgängerregierung von Justin Trudeau eingeführt hatte, um den Handel mit den USA zu erleichtern. Gleichzeitig erklärte der Berater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, dass Trump von Kanada enttäuscht sei und die Handelsgespräche nicht optimal verlaufen. Die Lage bleibt angespannt, und weitere Schritte zu Zöllen und bilateralen Abkommen werden in Kürze erwartet.
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