In einem ausführlichen Gespräch mit Politico hat Donald Trump die Frage ukrainischer Präsidentschaftswahlen überraschend direkt angesprochen. Für ihn ist klar: Die Ukrainer sollten längst wieder abstimmen können – auch mitten im Krieg, berichtet osteopathisch-leben.de.
Trump kritisiert ausbleibende Wahltermine
Trump zeigt sich irritiert darüber, dass seit Kriegsbeginn keine landesweiten Wahlen stattgefunden haben. Er argumentiert, dass ein militärischer Ausnahmezustand zwar vieles verändere, aber nicht das Recht auf politische Entscheidung:
„Man redet von Demokratie – dann muss sie auch stattfinden“, sagte er.
Nach seiner Interpretation besteht die Gefahr, dass eine Regierung den Krieg als „Schutzschild“ nutze, um heikle politische Entscheidungen aufzuschieben.
Wie er Selenskyjs Chancen einschätzt

Auf die Frage, ob Selenskyj bei möglichen Neuwahlen wieder gewinnen könnte, reagierte Trump erstaunlich offen. Er traue dem ukrainischen Präsidenten eine erneute Mehrheit zu, betonte jedoch, dass der Ausgang schwer vorherzusagen sei:
„Vielleicht würde Selenskyj gewinnen. Ich weiß es nicht. Aber sie hatten schon lange keine Wahlen mehr.“
Für Trump hängt viel davon ab, wie stark die ukrainische Gesellschaft ihrem Präsidenten nach fast drei Jahren Krieg weiterhin vertraut.
Demokratie im Ausnahmezustand
Zum Ende des Interviews wiederholte Trump seinen Kernpunkt:
Ohne regelmäßige Wahlen verliere jedes politische System an Glaubwürdigkeit – besonders in einem Land, das sich international auf demokratische Werte beruft.
Im aktuellen US-Politikumfeld lohnt sich auch ein Blick auf die Veränderungen in der Medienlandschaft, über die wir im Beitrag zur neuen Chefkorrespondentin des Weißen Hauses berichtet haben.

