Auf dem Grafikkartenmarkt deutet sich eine neue Preiserhöhung an: AMDs Partner haben eine Warnung über einen weiteren Anstieg der GPU-Preise erhalten, der diesmal direkt mit dem sprunghaften Anstieg der Speicherpreise zusammenhängt.
Neue Informationen aus dem Forum Chinese Board Channels zeigen, dass AMD seine Partner bereits über die zweite Preisrunde in kurzer Zeit informiert hat, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf videocardz. Im Herbst nahm das Unternehmen eine leichte Preisanpassung vor, die den Einzelhandel nicht betraf, doch laut Insidern dürfte die aktuelle Runde deutlicher ausfallen und die gesamte Modellpalette erfassen. Genaue Termine für den Start der Preiserhöhung nennen die Zulieferer bisher nicht, was die Unsicherheit unter den Marktteilnehmern zusätzlich verstärkt.

Der Druck entstand vor dem Hintergrund eines rasanten Anstiegs der DRAM-Preise und einer Rekordnachfrage seitens der Hersteller künstlicher Intelligenz sowie aufgrund massiver Einkäufe großer IT-Unternehmen. Berichte der vergangenen Monate zeigen, dass die Preise für DDR5-Module seit September um fast 60 % gestiegen sind. Servermodule mit 32 GB verteuerten sich von 149 auf 239 US-Dollar, während die Vertragspreise für DRAM im Jahresvergleich um nahezu 170 % zulegten. Auch GDDR6, der in modernen Grafikkarten eingesetzt wird, verzeichnet etwa 30 % Wachstum, da die Hersteller ihre Kapazitäten zunehmend auf Server-DDR5, HBM und Speicher für KI-Lösungen umverteilen.
Für Gamer tauchten diese Gerüchte genau in dem Moment auf, als die Preise der Radeon RX 9070 XT endlich ein vernünftiges Niveau erreichten. In den USA sank zumindest ein ASRock-Challenger-Modell auf den empfohlenen Verkaufspreis von 599 US-Dollar, und Preisverfolger zeigen, dass die Karte in Europa nach Monaten künstlicher Preisaufschläge bereits nahe an den ursprünglichen Startpreis herangerückt ist. Vor diesem Hintergrund könnte eine neue Preiserhöhung den Markt erneut verunsichern und den Trend zur Preisnormalisierung zunichtemachen.
AMD kommentiert die Situation offiziell nicht, und solche inoffiziellen Aussagen sind schwer zu überprüfen, zumal zwischen Großhandelsänderungen und neuen Einzelhandelspreisen meist Wochen vergehen. Quellen betonen, dass sie zusätzliche Informationen erhalten, sodass in naher Zukunft mehr Klarheit über den möglichen Preissprung und dessen Auswirkungen auf den GPU-Markt erwartet wird.
Vor diesem Hintergrund lohnt sich auch ein Blick auf Tim Cooks jüngste Aussagen im Podcast von Dua Lipa, in dem er erklärte, warum er Apple vorerst nicht verlassen möchte.

