Der Herbst bedeutet nicht nur goldene Blätter und kühle Morgen. Für Gärtner ist es die Zeit, die Pflanzen auf den Winter vorzubereiten, um im Frühling eine gesunde und reichliche Ernte zu erhalten, berichtet osteopathisch- eben.de. Besonders wichtig ist die Pflege der Erdbeeren, da eine richtige Vorbereitung der Pflanzen im Oktober garantiert, dass sie den Winter ohne Verluste überstehen und im nächsten Sommer große, saftige Früchte tragen. Selbst wenn Sie im Sommer geerntet haben, ist es jetzt nicht die Zeit, die Pflanze zu vergessen. Die Pflege in dieser Periode bestimmt ihre Lebensfähigkeit und Stärke für die gesamte kommende Saison.
Blätter schneiden: was Sie wissen müssen
Der erste und wichtigste Schritt ist ein sorgfältiger Schnitt der Blätter. Jeder Strauch sollte genau überprüft werden. Alte, trockene, beschädigte oder kranke Blätter müssen unbedingt entfernt werden. Schneiden Sie jedoch nicht alles bis zum Boden ab – lassen Sie etwas junges, grünes Laub stehen. Es hilft der Pflanze beim Atmen, beim Stoffwechsel und bei der Speicherung von Nährstoffen. Ein richtiger Schnitt reduziert das Risiko von Pilzkrankheiten und Schädlingen und bereitet die Sträucher auf einen komfortablen Winter vor.
Beete von Resten und Unkraut befreien
Damit die Erdbeeren den Winter erfolgreich überstehen, müssen die Beete perfekt sauber sein. Alle Unkräuter, alten Ausläufer und Pflanzenreste müssen entfernt werden. Gerade in diesen Resten überwintern häufig Schädlinge und Pilzinfektionen, die die Sträucher im Frühling schädigen können. Saubere Beete schützen nicht nur die Pflanzen, sondern erleichtern auch die weitere Pflege, einschließlich Mulchen und Düngen.
Herbstdüngung: was und wie geben
Nachdem die Beete gesäubert wurden, benötigen die Erdbeeren eine Herbstdüngung. Es ist wichtig, Dünger ohne Stickstoff zu wählen, um kein Wachstum neuer Blätter vor dem Winter zu provozieren. Stattdessen sollte das Wurzelsystem gestärkt und die Widerstandsfähigkeit der Pflanze gegen Frost erhöht werden.

Für die Herbstpflege eignen sich folgende Optionen:
- Holzasche – 1 Glas pro 1 m², die den Boden mit Kalium, Phosphor und Spurenelementen versorgt;
- Superphosphat – 30–40 g pro 1 m² zur Entwicklung des Wurzelsystems;
- Kalisalz oder Kaliumsulfat – 15–20 g pro 1 m² zur Erhöhung der Frostresistenz;
- Komplexer Herbstdünger für Beerenpflanzen, der die Pflanze mit allen notwendigen Elementen für den Winter versorgt.
Regelmäßige Düngung hilft den Sträuchern, Energie für den Winter zu speichern und Kraft für ein aktives Wachstum im Frühling zu gewinnen.
Bewässerung in der kalten Jahreszeit
Der Herbst ist oft trocken, aber Wasser wird auch vor dem Winter benötigt. Gießen Sie die Beete mindestens einmal alle 5–7 Tage, wenn kein Niederschlag fällt. Feuchtigkeit hilft den Wurzeln, Nährstoffe zu speichern und sichert das Überleben der Pflanzen in den Wintermonaten. Wichtig ist, ausreichend, aber nicht zu viel zu gießen, damit die Wurzeln nicht faulen.
Erdbeeren für den Winter abdecken
Wenn die Lufttemperatur stabil auf +3…+5°C fällt, müssen die Beete gemulcht werden. Verwenden Sie Stroh, trockenes Laub, Kiefernnadeln oder Sägemehl mit einer Dicke von 5–7 cm. Mulch schützt nicht nur vor Frost und Temperaturschwankungen, sondern dient auch als natürliche Nährstoffquelle während des Winters.
In Regionen mit strengen Wintern ist es nach den ersten Frösten ratsam, die Beete zusätzlich mit Agrarvlies abzudecken. Dies sollte nicht zu früh geschehen, damit die Pflanze nicht „überhitzt“ unter der Abdeckung. Die richtige Abdeckung garantiert, dass die Erdbeeren gesund in den Frühling kommen und bereit für die neue Saison sind.

