Kurz vor der Entscheidung der EBU über Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest wächst der politische Druck, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf bild.de. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer reagiert ungewöhnlich deutlich – und stellt die deutsche Teilnahme infrage.
Weimers klare Botschaft an die EBU
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer spart nicht mit Worten. Sollte die Europäische Rundfunkunion Israel vom ESC ausschließen, müsse Deutschland „Konsequenzen ziehen“ – bis hin zum Nichtantritt.
Israel habe ein legitimes Recht auf Teilnahme, sagte Weimer der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Eurovision Song Contest ohne Israel sei „nicht vorstellbar“.

Der Minister warnte zudem vor einer gefährlichen Entwicklung: Künstlerinnen und Künstler würden an manchen Orten Europas unter Druck geraten, „weil sie Israelis sind, weil sie Juden sind“. Das widerspreche, so Weimer, allem, wofür Europa kulturell stehe.
ESC als Bühne für Vielfalt – nicht für Ausgrenzung
Für Weimer ist der Wettbewerb mehr als ein Musikformat.
Der ESC steht für:
- kulturelle Offenheit
- Vielfalt und Austausch
- ein gemeinsames europäisches Erlebnis
Genau deshalb sieht er in den aktuellen Forderungen nach einem Ausschluss Israels einen „Dammbruch“, der den Grundgedanken des Wettbewerbs beschädigen könnte.
Breite Unterstützung in Brüssel
Bei einem Treffen der europäischen Kultur- und Medienminister in Brüssel stellte Weimer das Thema „kulturelle Freiheit“ in den Mittelpunkt. Seine Position gegen Antisemitismus erhielt dort Rückhalt:
- mehrere EU-Mitgliedstaaten
- Vertreterinnen der EU-Kommission
Alle plädierten dafür, Kunst nicht zum Spielball politischer Konflikte zu machen.
Boykottdrohungen mehrerer Länder

Parallel dazu wächst der Druck in der EBU.
Sender aus Irland, Slowenien, Spanien und den Niederlanden drohen mit Boykott, sollte Israel 2026 im Teilnehmerfeld bleiben. Sie verweisen auf die hohe Zahl palästinensischer Opfer im Gaza-Krieg und fordern eine Reaktion von der EBU.
Damit steht der ESC vor einer der heikelsten Entscheidungen seiner Geschichte.
Generalversammlung in Genf: Entscheidung steht bevor
Die Europäische Rundfunkunion berät am Donnerstag und Freitag in Genf über die Zukunft der israelischen Teilnahme.
Weimer hofft, dass Europa in dieser Frage Geschlossenheit zeigt – und die Grundwerte des Wettbewerbs verteidigt.
Während der ESC-Streit weiter an Dynamik gewinnt, richtet sich die Aufmerksamkeit vieler Fans bereits auf ein anderes großes Highlight, die bevorstehende Rosalía LUX TOUR 2026.

