Markus Lanz spricht so offen wie selten zuvor über eine Phase tiefster innerer Erschütterung, die sein Leben nachhaltig geprägt hat, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf t-online. Der Moderator erinnert sich an eine Zeit, in der sich sein eigener Körper wie ein Gegner anfühlte und ihm jede Sicherheit entzog.
In der neuen Folge seines Podcasts „Lanz & Precht“ erzählt er von einer persönlichen Krise, die ihn Ende seiner Zwanziger unerwartet traf. Lanz beschreibt, dass er sich damals „wie ein Zombie“ durch den Alltag schleppte und täglich gegen eine zunehmende innere Leere ankämpfte. Mit 27 Jahren, so sagt er, sei er komplett zusammengebrochen – Panikattacken und ständige Alarmbereitschaft bestimmten seinen Alltag.
Er spricht von einem „grauenhaften“ Abschnitt, den er um nichts in der Welt noch einmal erleben möchte. Heute, mit 56 Jahren, entscheidet er sich bewusst für diese Offenheit, um das Bewusstsein für psychische Gesundheit zu stärken und anderen Mut zu machen. Rückblickend sagt er, dass ihm damals ein Mindestmaß an Sensibilität und Verständnis enorm geholfen hätte.
Besonders belastend war für ihn der Verlust des Vertrauens in seinen eigenen Körper. Lanz berichtet, dass er permanent Angst vor einem plötzlichen Herzinfarkt hatte und kaum noch einem körperlichen Signal trauen konnte. Erst als er mit Ausdauersport begann, wandelte sich sein Zustand Schritt für Schritt und er gewann Kontrolle sowie Sicherheit zurück.
Ein entscheidender Wendepunkt kam während eines Laufs: Nach einer starken Runde merkte er plötzlich, dass sein Körper mehr leisten konnte, als seine Ängste ihm einredeten. Diesen Moment beschreibt er als echten „Augenblick der Heilung“, der ihm erstmals wieder Hoffnung gab. Später sagte ihm ein befreundeter Psychiater: „Wenn du nicht willst, dass es zurückkommt, dann kommt es nicht zurück.“ Für ihn persönlich habe sich dieser Satz bewahrheitet, betont Lanz – auch wenn jeder Mensch seine eigene Erfahrung mache. Er spreche ausschließlich über seine individuelle Geschichte und seinen Weg aus der Krise.
Seine Offenheit über persönliche Krisen passt in eine wachsende Tendenz im deutschen Kulturbetrieb, worüber auch Schauspielerin Maria Simon spricht, wenn sie ihre Zeit mit David Striesow und den Weg ihres gemeinsamen Sohnes im Film beschreibt.

